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Monat: August 2016

Die Zukunft des Cobots

Die Zukunft des Cobots

Das Thema Cobot ist in diesem Jahr nun auch des öfteren von den Tageszeitungen aufgegriffen worden und dadurch entstand, neben dem üblichen „Industrie 4.0 Buzz“, ein kleiner Hype um die Cobots. Dieser Hype ging sogar soweit, dass es Vodafone ein Clickbait-Artikel wert war. Für Fachkundige war der Artikel natürlich nicht sehr informativ aber der Allgemeinheit könnte eine erste Einstiegshilfe in die Thematik sein. Auf der Fachmesse Automatica war ein Hype über Cobots bzw. deren Technologie schon fast nicht mehr zu spüren und stattdessen gab es ernsthafte Diskussionen über die zukünftige Marktentwicklung von Cobots.

 

‚Big Four‘ holen Marktführer Universal Robots ein

Seit dem Urknall des Cobot im Jahr 2009 (Weil Universal Robots damals den UR5 auf den Markt gebracht hat und damit sozusagen den Markt eröffnet hat) gab es ein Wachstum von 50% p.a. und immer mehr Unternehmen steigen in den Markt mit Produkten ein oder verkünden per Pressemitteilungen über Entwicklungen im Bereich Cobots. Im August 2016 gibt es acht Konzerne mit Cobots, welche sich langfristig (aufgrund ihrer Größe und ihrem Kapital) im Markt positionieren könnten:

Robert Bosch GmbH – APAS
KUKA AG – LBR iiwa
Universal Robots – UR-Modelle
ABB – Yumi
Fanuc – CR-35ia
Rethink Robotics – Baxter, Sawyer
Yaskawa – HC10 Cobot
SIASUN – Modellname unbekannt

Neben diesen Acht, gibt es auch noch zahlreiche Start-Ups wie bspw. F&P Robotics mit ihrem P-Rod2. Der Marktführer ist Universal Robots mit einem Marktanteil über 70 Prozent, wobei dieser in den nächsten Jahren rückläufig sein wird. Universal Robots hatte durch disruptive Innovation den First-Mover-Advantage, aber bis 2020 werden die „Big Four“ (Kuka, ABB, Fanuc und Yaskawa) aufgeholt haben. All diese Konzerne besitzen ein weltweites Vertriebsnetz und haben den Cobot nur noch ihrer Produktpalette beizufügen. Zwar gibt es länderspezifische Besonderheiten bevor der Vertrieb beginnen kann, doch die etablierten Hersteller besitzen jahrelange Erfahrung im Umgang mit Importgesetzen, Maschinenrichtlinien und Zulassungsvoraussetzungen. Dies wird die Aufholjagd nur verzögern.
Start-Ups wie Rethink Robotics mit ihrem Baxter und Sawyer können langfristig im Markt bestehen , wenn sie das Vertriebsnetz und den Support für ihre Roboter optimieren. Der Preis von 25 000 USD ist schon mal eine Kampfansage an die Konkurrenz und um von Buying-Centern beachtet zu werden. Da Rethink Robotics überwiegend von Wagniskapitalgebern unterstützt wird, ist ein Exit durch Verkauf aber eher wahrscheinlich. Rethink könnte durch einen Industriekonzern erworben werden, welcher die Thematik Cobots verschlafen hat und sich damit Marktteile, Marktzugang (USA) sowie Technologie sichern möchte. Anderen Start-Ups könnte ein ähnliches Schicksal ereignen. Wenn man beachtet, dass die Roboterhersteller Kawasaki, Nachi, Stäubli und Adept bis jetzt noch nichts „Vergleichbares“ präsentiert haben, ist bis 2020 eine kleine M&A-Welle wahrscheinlich. Bei Bosch ist zwar das Know-How und sogar eine einzigartige, hochinnovative Technologie vorhanden, aber ein ernsthafter Konkurrent für die Big Four oder UR ist der Konzern aus Gerlingen nicht.

 

Ein jährliches Wachstum von 50 Prozent

Was die ganzen Unternehmen in diesen Markt treibt? Das liebe Geld. Schon im letzten Jahr hat Barclays ein Marktvolumen von 11.5 Milliarden USD für das Jahr 2025 prognostiziert. Natürlich ist solch eine Zahl viel zu hoch gegriffen und dies wurde mit einer Kaufempfehlung für Kuka publiziert. Das Marktvolumen betrug letztes Jahr ca. 100 Millionen USD, d.h. dieses Jahr sollten es ca. 150 Mio. USD sein und 2020 – lineares Wachstum vorausgesetzt – könnte es 760 Mio. USD erreichen. Ob die Analysten bei Barclays bei ihrer Prognose eine e-Funktion benutzten ist mir leider nicht bekannt, aber bei gleichbleibender Steigung wäre der Markt im Jahr 2025 „nur“ 5,7 Milliarden USD groß.
Beachtet man weitere Faktoren wie Subventionen, Preise und Afa ,wird die Wachstumkurve eher konkav verlaufen. Bis auf Barclays hat sich niemand soweit aus dem Fenster gelehnt und konkrete Prognosen abgegeben, insbesondere weil der Markt noch in seiner „Findungsphase“ ist. Die „Findungsphase“ bedeutet, dass sich die Zielgruppen, Absatzgebiete, Anwendungsbereiche und Applikationen noch gar nicht eindeutig herausgebildet haben. Viele Kunden wie bspw. Mercedes Benz, Ford oder Boeing experimentieren derzeit welche Anwendungsbereiche möglich und sinnvoll sind. Per Vegard Nerseth, SVP von ABB Robotics, hat auf der diesjährigen Automatica eine kleine Prognose abgegeben und von 77 000 Einheiten im Jahr 2020 gesprochen (leider rezitierte er Barclays). Doch ich teile seine Auffassung, dass die Cobots herkömmliche Gelenkarmroboter mit niedrigem Payload (unter 50 kg) gänzlich ersetzen werden, d.h. auch wenn es keine direkte Mensch-Roboter-Kooperation bei der Aufgabenausführung gibt. Die Cobots benötigen in den Produktionshallen weniger Platz (Sicherheitszäune fallen weg) und ermöglichen eine effizientere Qualitätskontrolle durch Fachkräfte (bspw. schreitet der Qualitätsprüfer in den Produktionbereich hinein und nimmt einfach ein Zwischenerzeugnis, ohne vorher die Produktion zu stoppen oder die Qualitätsprüfung erst beim Fertigerzeugnis durchführen zu müssen).  Dieser Verdrängungsprozess könnte kurzfristig zu Schwankungen in den Absatzzahlen führen, weil die Zielgruppen dazu übergehen abgeschriebene Industrieroboter durch Cobots zu ersetzen.

Der IFR sammelt leider keine Absatzzahlen zu Cobots, möchte aber damit bald beginnen. Auf der Automatica hat sich der Verband mit seinen Mitgliedern getroffen, um den Begriff ‚Cobot‘ zu definieren. Erste Ergebnisse sind mir leider nicht bekannt, genauso wenig ob das Datensammeln begonnen hat.

 

Bildquelle: Messe München

Warum übernimmt Midea die Kuka AG?

Warum übernimmt Midea die Kuka AG?

Seit einigen Tagen ist der Deal durch und die Midea Group, aus dem chinesischen Foshan, hat 95 Prozent der KUKA AG für den Preis von 115 € pro Aktien erworben. Das Wirtschaftsministerium hat keine Einwände gegen die Akquisition, da die Midea eine Autonomiegarantie bis zum Jahr 2023 gegeben hat. Herr Gabriel hat sich von dieser Garantie blenden lassen, da er nicht die langfristigen Auswirkungen dieser Akquisition im Blick hat – aber das ist ja nicht das erste Mal. Die Midea Group, ein Haushaltsgerätekonglomerat, geht eine solche Vereinbarung gerne ein, da sie vorwiegend an einem Technologietransfer interessiert sind, welcher schon bis 2023 geschehen wird. In der deutschen Presse gab es Bedenken, da Kuka auch Rüstungszulieferer ist, aber diese sind im ersten Moment lächerlich. Die deutschen Gesellschaft betrachtet den Kauf aus der Perspektive, das der deutsche Markt bzw. die Technologie oder vielleicht das deutsche Bier der Grund dafür ist. Doch Midea denkt bei dieser Entscheidung regional und langfristig.

 

Auf einen Schlag Marktführer?

Kuka ist zwar nur sechstgrößter Roboterhersteller weltweit, doch seine Stellung auf dem chinsesichen Markt macht es so begehrenswert. Das Augsburger Unternehmen hatte im Jahr 2013 einen Marktanteil von 15 bis 20 Prozent in China (welcher sogar noch steigert wurde) und hat die Crème de la Crème der chinesischen Großkonzerne als Kunden. Durch die Akquisition hat Midea auf einen Schlag einen bedeutenden Marktanteil in ihrem Heimatmarkt inne. China ist, wie schon in den letzten Jahren, der größte Abnehmer von Industrierobotern und wird dieses auch bleiben.  Viele Experten und Journalisten haben den Technologietransfer als Hauptgrund für den Kauf genannt, aber niemand hat scheinbar weiter in die Vergangenheit von Midea geschaut. Vor dem Jahr 2014 hat die Gruppe kein Interesse an Industrierobotern oder irgendeiner Art von Robotik. In 2014 wurden dann 800 Roboter in den eigenen Werken in Betrieb genommen, sowie erste R&D zum Thema Robotik anfokussiert. Danach kam der nächste Paukenschlag als Midea im Oktober 2015 einen Joint-Venture mit Yaskawa Electric eingegangen sind:

In  2015,  Midea  expanded  its business  into  robotics,  and  established an  industrial  and  service  robotcompany withtheglobally reknownedrobot giant, YASKAWA, fromJapan. Itaims tocompletely improveits  intelligent manufacturinglevel by  way  of“intelligent manufacturing + industrial robots”, andto  pushthedevelopment of core partssuch asserve motors and system integrationalongwith thedevelopmentofindustrial robots.

An diesem Joint-Venture hält die Midea Group 60,1 Prozent und zum Zeitpunkt der Bekanntmachung betrug der Anteil an Kuka schon über 5 Prozent. Der Hauptmerkmal des Joint-Venture sind natürlich nur Serviceroboter, was sich aus dem Firmennamen ableiten lässt: „Guangdong Midea-Yaskawa Service Robotics Ltd“. Ob sich die Chinesen darauf beschränken werden, ist fraglich. Der chinesische Markt steuert 23 Prozent zu Yaskawa’s Umsätzen bei und ist der umsatzrelevanteste Markt für den japanischen Konzern, wodurch Midea mit beiden Unternehmen einen netten Marktanteil von mindestens 30 Prozent hat (Schätzung, da Yaskawa keine Marktanteilsprognose abgibt). Nun hat Midea in ihrem Heimatmarkt einen signifikanten Anteil, wenn nicht sogar eine Marktmacht, obwohl vor 3 Jahren das Thema „Industrial Automation“ nur in einem Nebensatz erwähnt wurde.

 

Die langfristigen Auswirkungen

Robotik wird in 20 bis 25 Jahren der wichtigste Industriesektorder Welt sein. Was heute die Automobilindustrie ist, wird in 20 Jahren die Robotikindustrie sein, egal ob Industrie- oder Servicerobotik. Lasst mich lügen, aber in den 70er Jahren hat ein Politiker prophezeit, dass die Kohleindustrie – für die nächsten 30 Jahre – der wichtigste Wirtschaftssektor in Europa bleiben wird und die Automobilindustrie in der Nichtigkeit verschwinden werde. Nun…es ist wohl anders gekommen. Das Gleiche wird mit der Robotik geschehen. Schon die Marktprognosen für den Cobot-Bereich liegen im Bereich von zig Milliarden Euro – allein für das Jahr 2020. Mit der Akquisition hat sich Midea als zukünftig führendes Unternehmen in einem weiterhin wachsenden Markt positioniert. Langfristig betrachtet sind 4,5 Milliarden für diesen nachhaltigen Wettbewerbsvorteil ein Schnäppchenpreis. Insbesondere wenn man sich die Übernahme von UR durch Teradyne iHv. 285 Millionen Dollar in Erinnerung ruft. Der Wettbewerb der Industrienationen über den Robotiksektor wird ab den 20er Jahren dieses Jahrtausends intensiviert werden und man kann massive Subventionen erwarten. Somit haben Herr Gabriel und Frau Merkel einem wichtigen Industriesektor ‚Lebe wohl‘ gesagt und eine entscheidende Rolle für Deutschland verspielt.

Die Midea Group bzw. China hat sich einen erheblichen Vorteil verschafft und kann durch den Technologietransfer den gleichen Entwicklungsstand wie andere Staaten bspw. die USA oder Japan (und Unternehmen) erreichen. Egal wie der Wettlauf in den nächsten Jahrzehnten ausgeht. Es ist aber jetzt schon klar: selbst später wird sich niemand mehr über die Akquisition so sehr ärgern wie Guy Wyser-Pratte.

Die Themen ‚Industrie 4.0‘ und ‚Smart Factory‘ hatte Midea bei diesem Erwerb bestimmt auch im Sinne, aber welche Strategie dahinter stecken könnte, kann ich leider nicht beurteilen. Inbesondere da diese Themen zur Zeit Buzzwords in gefühlt jedem Industrieunternehmen sind.

Bildquelle: Kuka AG
Was sind Cobots?

Was sind Cobots?

Was sind kollaborative Roboter, sogenannte ‚Cobots‘, eigentlich? Es gibt über ein Dutzend verschiedene Anbieter und alle bewerben ihren Roboter oder ihre Systemlösung als ‚Cobot‘. In diesem Artikel finden Sie erste Hinweise über Cobots, deren Anbieter und die unterschiedlichen Definitionen.

Cobots werden vermenschlicht

Der Begriff Cobots wird heute oft und gerne genutzt, um über Roboter zu sprechen, welche in Kollaboration mit Menschen arbeiten und diese bei ihrer Arbeit unterstützen. Eine Definition, die von allen Marktteilnehmer (egal ob Industrieunternehmen oder Anwendern) akzeptiert wird, gibt es nicht. Der Wikipedia-Eintrag zu Cobots gibt zwar einen ersten Hinweis, aber der Artikel wird eher von Anbietern dazu genutzt, um ihre Produkte zu bewerben. Die großen Platzhirsche im Markt für Industrieroboter wie bpsw. Kuka, Fanuc und ABB haben alle schon einen „Cobot“ auf den Markt gebracht. Kuka den LBR iiwa, Fanuc den CR-35iA und ABB den YuMi. Ich habe diese Anbieter als Erstes genannt, weil alle drei Unternehmen im Markt für Industrieroboter etabliert sind. Auf weitere Anbieter komme ich später zu sprechen.
Es ist bei der Durchsicht der Broschüren auffällig, dass bei allen Anbietern die Cobots fast schon blumig vermarktet werden. Fanuc beschreibt die Vorteile aus der Perspektive des Cobots (an sich eine nette Marketing-Idee), aber in Anbetracht eines harten Buying Centers wirkt so etwas leicht naiv. Bei der späteren Integration eines CR-35iA kann eine solche
„Erzählperspektive“ sinnvoll sein, um den Produktionsmitarbeitern beim Umgang mit dem Cobot die Scheu zu nehmen oder Vorurteile entgegenzuwirken.
Kuka betitelt ihre Broschüre für den LBR iiwa mit der Vermenschlichung „ii feel you“ und die Vorteile werden auch hier aus der Perspektive des Cobots dargestellt. ABB benutzt diese Vermenschlichung zwar nicht in ihrer Broschüre (welche sachlich alle Vorteile einer Kollaboration zwischen Roboter und Mensch aufzählt). Doch selbst die Schweden lassen sich zu einem Anthropomorphismus ihres Roboters in einem Werbevideo hinreißen.
Dieser Marketing-Ansatz der drei Unternehmen ist auch angebracht, da Produktionsmitarbeiter überall um ihre Jobs fürchten und eine allgemeine Skepsis gegenüber den Cobots herrscht. Diese Skepsis geht von einem großen Teil der Gesellschaft aus, obwohl die wenigstens je einen Cobot überhaupt zu Gesicht bekommen haben. Bevor ein Cobot einen Produktionsmitarbeiter in einer Fabrik in der EU ersetzt, würde der gesamte Produktionsprozess durch Outsourcing oder Standortverlagerung wegrationalisiert. Ausgebildete Fachkräfte müssen die „Revolution der Cobots“ nicht fürchten, weil Fachkräfte wie bspw. Industriemechaniker benötigt werden, um die Cobots instandzuhalten.
Neben den „Platzhirschen“ gibt es weitere Anbieter von Cobots bspw. Universal Robots, Rethink Robotics, Robert Bosch und Yaskawa.
Wobei es immer noch das Problem gibt, welche Roboter bzw. Systeme sich Cobot nennen können und somit, welche Unternehmen als Marktteilnehmer bzw. Anbieter angesehen werden können.

Das Institut der DGUV definiert Cobots als…

„…komplexe Maschinen, die Hand in
Hand mit Personen zusammenarbeiten. In einem gemeinsamen Arbeitsprozess
unterstützen und entlasten Roboter den Menschen.“,

doch diese Definition lässt zu viel Interpretationsspielraum. Genauso würde „autonomes Fahren“ unter diese Definition fallen, bspw. wenn der DHL-Lieferwagen von einem Computer gefahren wird und der Bote nur noch die Pakete verteilt.
Im oben verlinkten Wikipedia-Artikel wird auch ein Patent der Erfinder James Colgate und Michael Peshkin zitiert:

„An apparatus and method for direct physical interaction between a person
and a general purpose manipulator controlled by a computer.“

Diese Definition eines Cobots ist viel präziser, da eine Roboterkinematik als Voraussetzung eines Cobots genannt wird.
Diese Definition sollte man weiter konkretisieren, indem die Umgebung einer solchen Maschine mit einbezieht, d.h. das Maschinen nur Cobots gennant werden können, wenn sie die Definition nach Colgate/Peshkin erfüllen und der Einsatz innerhalb eines Wertschöpfungs-/Produktionsprozesses geschieht.
Dadurch können Roboter, welche Menschen bei Dienstleistungen ersetzen sollen, davon abgegrenzt werden.

Folglich erweitere ich die Definition von Colgate/Peshkin, wonach ein Cobot definiert wird:

An apparatus and method for direct physical interaction between a person
and a general purpose manipulator controlled by a computer within a manufacturing process or value-added process.

Als das amerikanische Unternehmen Teradyne den Marktführer Universal Robots im May 2015 für $285 Mio. übernahm, definierte Teradyne Cobots als:

„low-cost, easy-to-deploy and simple-to-program robots that work side by

side with production workers to improve quality and increase

manufacturing efficiency.“

Über die Attribute ‚low-cost‘ und ‚easy-to-deploy‘ lässt sich streiten. Die Grundpreise liegen, je nach Anbieter und Spezifikation, zwischen 25 000 € und 120 000 € und die „einfache Integration/Einsatzfähigkeit“ hängt von den jeweiligen Arbeitsaufträgen ab. Obwohl sich diese Attribute auf die Produkte von UR beziehen, definiert Teradyne den Begriff ‚Cobot‘ fast perfekt. In Anbetracht eines Marktanteils von über 70 Prozent im Jahr 2015, sollte das Gewicht dieser Definition ebenfalls klar sein.
Wenn ein Roboter oder System eine der beiden Definitionen (d.h. erweiterte Colgate/Peshkin oder Teradyne) erfüllt, ist dies ein Cobot.

Nachtrag am 25.08.2016:
Der International Federation of Robotics arbeitet mit seinen Mitgliedern derzeit an einer Definition und erste Diskussionen wurden auf der Automatica im Juli durchgeführt. Bis jetzt werden die Absatzzahlen von Cobots auch noch nicht vom IFR erfasst, da eben keine Definition vorhanden ist.

 

Bildquelle: Universal Robots