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Schlagwort: Cobot

Neuigkeiten bei Cobots in KW 16

Neuigkeiten bei Cobots in KW 16

In einigen Tagen beginnt die Hannover Messe. Seit meinem letzten „Newsflash“ gab es nicht viele nennenswerte Neuigkeiten. Viele Unternehmen bereiten sich auf die HM vor. Im Kalender jeder Vertriebsabteilung ist die Messe rot markiert und die PR-Abteilungen vieler Konzerne arbeiten schon fleißig auf die Eröffnung hin. Die Kommunikationsfachleute gebe erste Informationen über ihre Produktvorstellungen durch – oft leider zu wenig, um sofort darüber zu berichten. In den letzten vier Wochen waren nur zwei Nachrichten erwähnenswert: ABB kauft österreichischen Maschinenbauer B&R und der indische Konzern Tata bringt eine Serie von Leichtbaurobotern auf den Markt.

 

ABB kauft Know-How ein

Der Schweizer Großkonzern hatte in den letzten Monaten durch negative Schlagzeilen auf sich aufmerksam gemacht. Nun hat ABB das österreichische Unternehmen B&R Automation erworben. Die Akquisition stärkt ABB im Bereich SPS, Industriecomputer (IPC) und Servoantriebe. Durch die Übernahme sollen auch Synergien zwischen ABB Ability, den Digitalisierungslösungen der Schweizer, und den IoT-Lösungen von B&R entstehen. ABB erhofft sich Skalenvorteile im Einkauf, Reduktion der Verwaltungskosten und eine größere Marktabdeckung. Der Kaufpreis dürfte im neunstelligen Bereich liegen und ABB integriert B&R als eigenständigen Geschäftsbereich „Machine & Factory Automation“ in die Konzernstruktur.

 

TATA bringt 10.000 Euro Roboter auf den Markt

Ein Tochterunternehmen des indischen Industriekonzern Tata (vor einigen Jahren bekannt geworden durch die Übernahme von Jaguar) verkauft nun eine Serie von LBR. Die Nutzlast von zwei der drei Roboter beträgt 10kg und 2kg. Die Preise für die Industrieroboter liegen zwischen 500.000 und 700.000 Rupien (Anm.d.Red.: ca 7.200 und 10.100 Euro). Die Roboter wurden schon bei 50 Kunden getestet und Tata hat schon 25 Stück verkauft.

Mit diesen Preisen werden die etablierten Hersteller immer weiter unter Druck gesetzt und in Ländern wie China, in denen die Kunden lieber auf herkömmliche Industrieroboter anstatt auf innovative Cobots setzen, könnten die Inder den anderen Wettbewerbern einige Marktanteile abjagen.

 

Neuigkeiten bei Cobots in KW 12

Neuigkeiten bei Cobots in KW 12

Kuka will mit Hilfe von Midea im Bereich der Serviceroboter mitmischen. Stäubli stellt autonomes und kollaborierendes Robotiksystem vor. ABB-CEO widerspricht Bill Gates hinsichtlich der Besteuerung von Robotern.

 

KUKA will in Servicerobotik einsteigen

Laut einer Pressemitteilung der dpa hat sich Till Reuter positiv über einen Einstieg von Kuka in den Bereich der Haushaltsroboter bzw. Serviceroboter geäußert. Die Übernahme durch Midea ist nun vollzogen und Reuter’s Vertrag als Geschäftsführer des Augsburger Unternehmens wurde um 5 Jahre verlängert. Eine Erweiterung des Produktprogramms wird nun vor allem durch den Mutterkonzern Midea ermöglicht. Die Chinesen haben schon seit einigen Jahren ein Joint-Venture mit Yaskawa im Bereich Servicerobotik. Durch die Diversifizierung kann sich Kuka immer weiter von seinen Abhängigkeiten durch die Automobilindustrie lösen.

 

Stäubli stellt mobiles Robotersystem auf der Hannover Messe vor

Der Schweizer Technologiekonzern wird auf der Hannover Messe Ende April sein Robotersystem HELMO vorstellen. Auf einer mobilen Plattform ist ein TX2 Touch montiert, wodurch die autonom fahrende Konstruktion für eine direkte Kollaboration mit dem Menschen qualifiziert ist. Der TX2 Touch ist auch eine Neuvorstellung auf der Hannover Messe und Stäubli’s erster Cobot. Die neue TX2-Reihe wird sofort in sechs Varianten vorgestellt und ist damit eine Kampfansage an die Platzhirsche der jungen Cobot-Branche.

 

Spiesshöfer hält wenig von Gates Vorschlag einer Robotersteuer

Der CEO von ABB Ulrich Spiesshofer hat sich in einem Interview negativ über Bill Gates Vorschlag der Besteuerung von Roboter geäußert. Damit ist Spiesshofer schon der zweite Vorstandsvorsitzender eines bekannten Roboterherstellers, der sich kritisch zu Bill Gates Idee äußert. Der CEO von Comau hat sich ebenfalls dagegen ausgesprochen und ich habe meine Meinung dazu schon im Februar gesagt.

Neuigkeiten bei Cobots in KW 9

Neuigkeiten bei Cobots in KW 9

Kuka verkauft 1000.Cobot LBR iiwa. In China wurden in 2016 über 72.000 Industrieroboter produziert. Der CEO von Comau spricht sich gegen Bill Gates’s Robotersteuer aus. Fanuc stellt den kleinen Cobot CR4-iA vor.

 

Kuka produziert 1000 LBR iiwa

Gestern Abend hat Kuka über Twitter die Neuigkeit mit einem Foto geteilt. Das Augsburger Unternehmen hat 1000 Einheiten seines kollaborierenden Roboters LBR iiwa produziert. Neben dem Rekordjahr für Kuka, ist dies ein weiterer Meilenstein für das Robotikunternehmen. Der LBR iiwa wird bspw. in Produktionsstätten von Mercedes-Benz, BMW und Siemens eingesetzt.

 

Chinesische Regierung veröffentlicht statistisches Kommuniqué

In der Volksrepublik wurden laut Peking über 72.000 Industrieroboter produziert. Dieser Wert entspricht einem Anstieg um 30,4 Prozent zum Vorjahr. Josh Horwitz hat einen netten (kurzen) Artikel über die neue Veröffentlichung geschrieben (Anm.: im Artikel wird auf die Zahlen des Jahres 2015 verlinkt – die Zahlen für 2016 findet man hier). Die IFR hatte schon für das Jahr 2015 von über 68.000 verkauften Robotern gesprochen, obwohl nur ca. 40.000 Stück verifiziert werden konnten und die chinesische Regierung für das Jahr 2015 nur ca. 33.000 Einheiten (Binnenproduktion) ausgewiesen hatte.

 

Comau will den deutschen Markt aufmischen

Mauro Fenzi, CEO der FCA-Tochter Comau Robotics, hat sich im Interview mit der Börsenzeitung gegen eine Robotersteuer, wie von Bill Gates kürzlich gefordert, ausgesprochen. Aufgrund der Akquisition von Kuka durch Midea, rechnet der studierte Ingenieur ebenso mit bessere Chancen für Comau auf dem deutschen Markt. Das vollständige Interview ist in Ausgabe 43/2017 auf Seite 8 abgedruckt.

 

Fanuc stellt neues Modell in der Cobot-Reihe vor

Die japanische Firma hat in der K-Zeitung einen Beitrag über den neuen CR4-iA lanciert. Der neue Cobot kann eine Nutzlast von 4 kg tragen und besitzt eine Reichweite von 550 Millimeter. Auf der deutschen Internetpräsenz von Fanuc ist der Kleine noch nicht gelistet. Der CR4-iA wurde schon im Januar letzten Jahres in Tokio vorgestellt und komplementiert Fanuc’s Produktprogramm im Bereich kollaborierende Robotik.

 

Roboter sollen Steuern zahlen?

Roboter sollen Steuern zahlen?

Innerhalb der letzten Wochen gab es drei Beiträge, welche sich auf unterschiedliche Weise mit der Thematik der Automatisierung auseinandersetzten. Diese Kommentare kamen von Bill Gates, Thomas Sattelberger und Dalia Marin.

 

Bill Gates fordert Robotersteuer

Der undifferenzierteste Beitrag wurde von Bill Gates im Interview mit Quartz getätigt. Die Kernaussage von Gates ist, dass Roboter, welche die Arbeitsaufgabe eines Menschen übernehmen, auch Steuern zahlen sollen, da die Einkommenssteuer der menschlichen Arbeitskraft wegfällt. Diese Robotereinkommenssteuern soll dann zur Unterstützung in anderen Bereichen dienen. Aus der ethischen Perspektive ist die Idee einer Robotersteuer toll, aber in der Praxis wird sich dies nicht durchsetzen. Die Gründe sind zum einen die Komplexität der Kontrolle, die Heterogenität des Steuerrechts und die Kostenoptimierung der Unternehmen.

Aus der Sicht des Controlling wird eine Verrechnung einer solchen Steuer zu komplex. Es ist nicht klar, wie solch eine Steuer überhaupt erhoben werden soll: an den Stückdeckungsbeiträgen des Roboters, an dem Gewinn des Roboters, dessen Stundenlaufzeit oder dessen produzierten Stückzahlen? Wie soll ein Controller  die Leistung des Roboters verrechnen, damit eine Steuer erhoben werden kann? Ich würde im ersten Moment an eine Einzelkostenrechnung nach Riebel denken – ein komplexes, praxisfernes Verrechnungssystem.

Der zweite Knackpunkt ist die Heterogenität der Steuersysteme. Fast jedes Land der Erde besitzt ein individuelles Steuerrecht und isolierte Systeme. Dies würde bei Einführung einer solchen Robotersteuer zu Steueroptimierung führen und Länder mit einer progressiven Steuerpolitik würden davon profitieren. Außerdem müsste bspw. in Deutschland festgelegt werden, wer die Verantwortung für die Steuer trägt: Der Bund, die Ländern oder die Kommunen?

Wie beim zweiten Knackpunkt wird die Robotersteuer auch an der Kostenoptimierung der Unternehmen scheitern. Wie möchte man etwas bilanziell bzw. steuermindernd abschreiben, wenn man darauf Einkommenssteuer zahlen muss? Je nachdem wie die Bezuggrößenbasis für die Steuer ist, wird es auch wieder zu Steueroptimierung führen.

Das Bill Gates jetzt nach einer Besteuerung von Automatisierungssystemen  verlangt, wirkt scheinheilig, denn seine Computersysteme haben schon Millionen von Berufen obsolet gemacht. Für Gates ist die Idee eines bedingungslosen Grundeinkommens der Heilsbringer für die soziale Entwicklung der nächsten 50 Jahre. Diese Aussagen lassen sich aber leicht tätigen, wenn man 85 Milliarden an Vermögenswerten besitzt und zu den 0,1 Prozent der Elite gehört.

 

Ex-Manager Sattelberger findet Debatte unnötig

Thomas Sattelberger hat zu der Diskussion nach bedingungslosem Grundeinkommen einen Gastbeitrag in der Februar-Ausgabe des  Manager Magazin Stellung bezogen und ebenfalls tituliert, dass dieses Konzept eine Idee einer „großbürgerlichen, anthroposophisch angehauchten Elite“ ist. Er plädiert dafür, die Diskussion auf die Formen der Arbeit zu lenken anstatt über eine gerechte Geldverteilung. „Das Nachplappern einer simplen Weltformel ist jedenfalls keine Lösung“ so Sattelberger.

 

Volkswirtin greift ins Leere

Die Volkswirtin Dalia Marin hat in einem Gastbeitrag in der FAZ  versucht, zu erklären, „was die Roboter-Revolution für uns bedeutet“.  Der Gastbeitrag ist deutlich nach hinten losgegangen, da Sie nur ein paar Fakten und Thesen aufgereiht hat, ohne die Bedeutung der Roboter-Revolution für uns zu erklären. Für ihre Thesen nennt Frau Marin keine Quellen und wie die Geldpolitik der EZB direkten Einfluss auf die Einführung von Robotern hat, ist mir schleierhaft. Genauso attestiert Frau Marin China erst einen entscheidenden Vorteil und dann einen entscheidenden Nachteil. Der Gastbeitrag hinterlässt mehr Fragen als Antworten für den Leser. An diesem Beitrag erkennt man, dass selbst promovierte Volkswirte in die falsche Richtung laufen, wenn kein Fachwissen über die Robotikindustrie vorhanden ist.

 

Letztlich sollte man Roboter nicht besteuern, um ein bedingungsloses Grundeinkommen zu finanzieren.  Denn ansonsten ist es auch sinnvoll und nötig, jede technologische Innovation, die die Arbeitsbewältigung erleichtert hat, rückwirkend mit einer Einkommenssteuer zu versehen – egal ob Waschanlage, Kettensäge oder Kopiergerät.

 

Neuigkeiten bei Cobots in KW 7

Neuigkeiten bei Cobots in KW 7

Universal Robots bietet kostenlose Programmierlehrgänge für ihre Roboter an. Kuka feiert für das Jahr 2016 einen Rekord bei den Auftragseingängen. BMW integriert Cobot LBR iiwa bei der Montage der Vorderachsgetriebe für Allradfahrzeuge.

 

Universal Robots bietet Online-Kurse für ihre Cobots an

Universal Robots hat vor einigen Tagen die „Universal Robots Academy“ eröffnet. UR ermöglicht damit, die Programmierung für ihre Modelle in sechs Online-Kursen zu lernen. Die Kurse sind vor allem für Mitarbeiter kleiner und mittelständischer Unternehmen gedacht. UR zeigt damit wieder, dass sie sehr innovative Wege gehen, um ihr Geschäft weiter auszubauen. Die kanpp 90-minütige Kursreihe kann von Mitarbeitern innerhalb eines Vormittags durchgearbeitet werden. Solche Online-Seminare sollte noch mehr Kunden zu UR führen. Die Kurse sind in fünf Sprachen verfügbar und erlauben damit ein weltweites Marketing für die UR-Modelle. Die Dänen sprechen davon, mit den Kursen die Berührungsängste gegenüber kollaborierenden Roboter zu senken, aber in Wirklichkeit senkt man damit die Angstschwelle bei potenziellen Kunden, ob sich eine Investition in UR-Roboter lohnt. Zusammen mit UR+, dem Kooperationsprogramm für externe Entwickler, stellt sich Universal Robots immer besser auf und fokussiert sich weiter auf die Zielgruppe der SME, während ABB, Fanuc oder Kuka bei Großunternehmen in der Automobilbranche ihre Chancen sehen. Zudem zeigt UR auf der Hannover Messe erstmals Komplettlösungen von ihren Vertriebspartnern.

 

KUKA beendet das Jahr 2016 mit Auftragsrekord

Kuka hat im letzten Jahr neue Aufträge im Wert von 3,4 Milliarden Euro verbuchen können. Die Anzeichen für die Auslastung und den Erfolg von Kuka war in den letzten Wochen schon erkennbar: es wurden Zusatzflächen für die Produktion angemietet und die Zulieferer kommen mit ihrer Produktion nicht hinterher. Dazu wurde der Aufsichtsrat von Kuka neu besetzt und die ersten Führungskräfte von Midea erhalten einen Platz am Tisch.

 

BMW integriert LBR iiwa in bestehende Getriebemontage

BMW nutzt den LBR iiwa nun auch bei der Vorderachsmontage. Da schon im letzten Jahr bekannt wurde, dass BMW die Anzahl von kollaborierenden Roboter von 20 Stück auf 40 Stück erhöht hat, ist dies keine Sensation. Nur bei Vorderachsmontage wurde die Produktionslinie nicht neu geplant und gebaut, sondern der Cobot wurde nachträglich in die Produktion integriert.