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Schlagwort: Cobots

Neuigkeiten bei Cobots in KW 12

Neuigkeiten bei Cobots in KW 12

Kuka will mit Hilfe von Midea im Bereich der Serviceroboter mitmischen. Stäubli stellt autonomes und kollaborierendes Robotiksystem vor. ABB-CEO widerspricht Bill Gates hinsichtlich der Besteuerung von Robotern.

 

KUKA will in Servicerobotik einsteigen

Laut einer Pressemitteilung der dpa hat sich Till Reuter positiv über einen Einstieg von Kuka in den Bereich der Haushaltsroboter bzw. Serviceroboter geäußert. Die Übernahme durch Midea ist nun vollzogen und Reuter’s Vertrag als Geschäftsführer des Augsburger Unternehmens wurde um 5 Jahre verlängert. Eine Erweiterung des Produktprogramms wird nun vor allem durch den Mutterkonzern Midea ermöglicht. Die Chinesen haben schon seit einigen Jahren ein Joint-Venture mit Yaskawa im Bereich Servicerobotik. Durch die Diversifizierung kann sich Kuka immer weiter von seinen Abhängigkeiten durch die Automobilindustrie lösen.

 

Stäubli stellt mobiles Robotersystem auf der Hannover Messe vor

Der Schweizer Technologiekonzern wird auf der Hannover Messe Ende April sein Robotersystem HELMO vorstellen. Auf einer mobilen Plattform ist ein TX2 Touch montiert, wodurch die autonom fahrende Konstruktion für eine direkte Kollaboration mit dem Menschen qualifiziert ist. Der TX2 Touch ist auch eine Neuvorstellung auf der Hannover Messe und Stäubli’s erster Cobot. Die neue TX2-Reihe wird sofort in sechs Varianten vorgestellt und ist damit eine Kampfansage an die Platzhirsche der jungen Cobot-Branche.

 

Spiesshöfer hält wenig von Gates Vorschlag einer Robotersteuer

Der CEO von ABB Ulrich Spiesshofer hat sich in einem Interview negativ über Bill Gates Vorschlag der Besteuerung von Roboter geäußert. Damit ist Spiesshofer schon der zweite Vorstandsvorsitzender eines bekannten Roboterherstellers, der sich kritisch zu Bill Gates Idee äußert. Der CEO von Comau hat sich ebenfalls dagegen ausgesprochen und ich habe meine Meinung dazu schon im Februar gesagt.

Neuigkeiten bei Cobots in KW 9

Neuigkeiten bei Cobots in KW 9

Kuka verkauft 1000.Cobot LBR iiwa. In China wurden in 2016 über 72.000 Industrieroboter produziert. Der CEO von Comau spricht sich gegen Bill Gates’s Robotersteuer aus. Fanuc stellt den kleinen Cobot CR4-iA vor.

 

Kuka produziert 1000 LBR iiwa

Gestern Abend hat Kuka über Twitter die Neuigkeit mit einem Foto geteilt. Das Augsburger Unternehmen hat 1000 Einheiten seines kollaborierenden Roboters LBR iiwa produziert. Neben dem Rekordjahr für Kuka, ist dies ein weiterer Meilenstein für das Robotikunternehmen. Der LBR iiwa wird bspw. in Produktionsstätten von Mercedes-Benz, BMW und Siemens eingesetzt.

 

Chinesische Regierung veröffentlicht statistisches Kommuniqué

In der Volksrepublik wurden laut Peking über 72.000 Industrieroboter produziert. Dieser Wert entspricht einem Anstieg um 30,4 Prozent zum Vorjahr. Josh Horwitz hat einen netten (kurzen) Artikel über die neue Veröffentlichung geschrieben (Anm.: im Artikel wird auf die Zahlen des Jahres 2015 verlinkt – die Zahlen für 2016 findet man hier). Die IFR hatte schon für das Jahr 2015 von über 68.000 verkauften Robotern gesprochen, obwohl nur ca. 40.000 Stück verifiziert werden konnten und die chinesische Regierung für das Jahr 2015 nur ca. 33.000 Einheiten (Binnenproduktion) ausgewiesen hatte.

 

Comau will den deutschen Markt aufmischen

Mauro Fenzi, CEO der FCA-Tochter Comau Robotics, hat sich im Interview mit der Börsenzeitung gegen eine Robotersteuer, wie von Bill Gates kürzlich gefordert, ausgesprochen. Aufgrund der Akquisition von Kuka durch Midea, rechnet der studierte Ingenieur ebenso mit bessere Chancen für Comau auf dem deutschen Markt. Das vollständige Interview ist in Ausgabe 43/2017 auf Seite 8 abgedruckt.

 

Fanuc stellt neues Modell in der Cobot-Reihe vor

Die japanische Firma hat in der K-Zeitung einen Beitrag über den neuen CR4-iA lanciert. Der neue Cobot kann eine Nutzlast von 4 kg tragen und besitzt eine Reichweite von 550 Millimeter. Auf der deutschen Internetpräsenz von Fanuc ist der Kleine noch nicht gelistet. Der CR4-iA wurde schon im Januar letzten Jahres in Tokio vorgestellt und komplementiert Fanuc’s Produktprogramm im Bereich kollaborierende Robotik.

 

Neuigkeiten bei Cobots in KW 2

Neuigkeiten bei Cobots in KW 2

Das erste Mal in diesem Jahr gibt es ein kleine Auflistung der Neuigkeiten. Kuka hat für seinen LBR iiwa sechs Greifer veröffentlicht. Der Bosch APAS wurde mit einem Artikel in der DailyMail gewürdigt. IDC schätzt Robotikmarkt auf 188 Milliarden Dollar.

 

Kuka’s LBR-Greifer

Ich weiß selbst nicht, ob diese Greifersysteme so schon alle veröffentlicht wurden, aber Kuka hat für seine Endeffektoren der ‚LBR iiwa‘-Reihe eine Produktseite online geschaltet. Die Systeme unterteilen sich in sensitive Greifer und pneumatische Greifer.

 

Bosch APAS in der DailyMail

Während der CES 2017 hat Bosch für seinen APAS ein paar PR-Termine organisiert. Einer davon, führte zu einem Artikel in der DailyMail. Der Abteilungsleiter [für Vertrieb und Applikation] Franz Schmidt hat der DailyMail-Redaktion die Funktionsweise vorgestellt und erklärt. Die DailyMail redet zwar von einem Debut, aber der APAS war schon letztes Jahr auf der CES vertreten.

 

Robotikindustrie könnte 188 Milliarden schwer werden

Das Marktforschungsunternehmen IDC hat in einem neuen Bericht den Marktwert für die Robotikindustrie in 2020 auf 188 Milliarden Dollar geschätzt. Diese Aussage ist natürlich nur ein Köder, um die Studie des IDC zu kaufen.

Kollaborierende Robotik und Industrierobotik in 2017

Kollaborierende Robotik und Industrierobotik in 2017

Wie jedes Branchenblog, -magazin, -zeitschrift oder -clickbaitseite werde ich hier auch mal eine Prognose über das Jahr 2017 abgeben. In der Branchen der kollaborierenden Robotik gab es in 2016 einige große Sprünge. Wie alle anderen Branchenmedien kann ich nun auch prognostizieren: es wird viel mehr AI geben, die Automatisierung der Produktion wird noch bedeutender UND Industrie 4.0 wird auch noch mehr [Anm. d. Red.: Sarkasmus].

Da ich auf solche nichtssagende Listen und Prognosen keinen Deut gebe, liste ich mal auf, was wirklich in 2017 geschehen wird:

1. Die Abssatzzahlen von kollaborierenden Robotern werden dieses Jahr deutlicher steigen und dieses Jahr werden Cobots omnipräsenter bei den SME werden. Der Grund dafür liegt bei den Herstellern. Fanuc wird dieses Jahr seinen CR7-iA auf dem europäischen Markt einführen. Immerhin kann man jetzt schon die Produktbroschüre bei Fanuc abrufen. ABB wird in diesem Jahr endlich den „Yumi 2“ auf den Markt bringen. Schon Ende 2015 wurde ein Video dafür veröffentlicht aber seitdem gibt es offiziell keine weiteren Angaben darüber. Der neue Yumi ist eigentlich nur eine weiß lackierte Version des Gomtec’s Roberta. Das Start-Up Gomtec hat ABB im April 2015 gekauft.

2. Es wird ein Preiskampf im Bereich des Industrierobotik geben. Dieses Jahr werden etablierten Hersteller durch Low-Budget-Industrieroboter aufgeschreckt. Ein Paradabeispiel wird ein 10.000 USD Industrieroboter eines taiwanesichen Unternehmens sein.

3. Der IFR wird für das Jahr 2016 eine Stagnation oder einen Rückgang des weltweiten Absatzes melden. Zwar gibt es in Deutschland ein Wachstum [von mehr als 2 Prozent] und KUKA hat seine Produktionskapazität Ende 2016 nochmals erweitert. In China blieben aber zwei internationale Hersteller auf ihren Robotern sitzen und die Zulieferer von Sensoren, Getrieben und Servomotoren klagten in 2016 über Rückgänge bei den Verkäufen ihrer Produkte. Dies muss im Kontext gesehen werden, dass alle diese Erzeugnisse von chinesischen Roboterhersteller zugekauft werden, d.h. dass die Chinesen [trotz staatlicher Subventionen in Milliarden Höhe und 100 Prozent Finanzierung von Industrierobotern] selbst weniger Roboter verkaufen.

Die Panikmache des Job-Futuromat

Die Panikmache des Job-Futuromat

Die ARD hatte vor ein paar Wochen eine Themenwoche: „Die Zukunft der Arbeit“. Seit einigen Tagen gibt es in den sozialen Medien nun größere Diskussionen zu diesem Thema. Ausgelöst wurden diese Diskussionen durch eine, im Rahmen der Themenwoche erstellten, Homepage: job-futuromat.ard.de

Ich habe einige Berufe in diesen Futuromat eingegeben und mir die Zahlen mal angeguckt. Die Aufgaben eines BWLer im Personalmanagement können heute schon zu 15% von Maschinen übernommen werden. Wenn man an den Schiebereglern einiges verändert, fällt auf, dass die 15% durch die Aufgabenbereiche ‚Kosten- und Leistungsrechnung‘ und ‚Kalkulation‘ zustandekommen. Das Absurde daran ist, dass heute diese Aufgabenbereiche schon zum größten Teil durch Maschinen übernommen werden. Die ARD, die Bundesagentur für Arbeit [Auftraggeber der Studie] und das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung [Urheber der Studie] haben wohl noch nie von Excel, SAP oder SPSS gehört.

Ich habe auch noch andere Berufe untersucht und halte diesen Futuromat für eine bodenlose Frechheit. Die Studie ist 34 Seiten dünn [10 Seiten davon sind Anhang], selbst Bachelorarbeiten sind länger. Die Studie schließt mit dieser Einschätzung ab:

Historisch betrachtet lässt sich zeigen, dass auch in den vergangen Jahrhunderten Berufe seltener verschwunden sind, sondern sich an die neuen Gegebenheiten angepasst  haben.  So  waren  die  Fertigkeiten  und  Kenntnisse  des  Stellmachers  (oder Wagners),  der  ursprünglich  Wagenräder  und  Kutschen  aus  Holz  fertigte,  mit  dem Aufkommen  der  Eisenbahn  als  Waggonbauer  oder später als Karosseriebauer in der Automobilindustrie äußerst  begehrt.  Vor  diesem  Hintergrund  gehen  wir  auch davon aus, dass Berufe nur in den seltensten Fällen gänzlich verschwinden werden. Berufe werden sich vor allem verändern. Wir können mit den vorliegenden Analysen zwar nicht abschätzen, wie sich die Berufe verändern werden; wir können aber sagen,  dass  sich  die  Berufe  darin  unterscheiden,  wie  stark  sie  sich  durch  die  Einführung  digitaler  Technologien  in  den  nächsten  Jahren  verändern  werden. Ob wenn die  leicht  automatisierbaren  Tätigkeiten  durch  computergesteuerte  Maschinen  erledigt  werden  können–  die  Arbeit  der  (von  diesen  Aufgaben  entbundenen)  Beschäftigten interessanter und anspruchsvoller oder doch eintöniger und primitiver wird, ist eine  Frage  der  Ausgestaltung.  Die  neuen  digitalen  Technologien  stecken  lediglich den Rahmen fest, in dem sich auch neue Freiräume für den Zuschnitt von Arbeitsplätzen und Berufen bieten.

Die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten haben einen Bildungsauftrag und dieser ist mit einer solchen Panikmache nicht vereinbar. Im Rundfunkstaatsvertrag wird auf einen Bildungsauftrag hingewiesen und an den sollte sich die ARD halten. Eine solche undifferenzierte und oberflächliche Berichterstattung erwarte ich von Privatsendern aber nicht von einer gebührenfinanzierten Medienanstalt die dem Allgemeinwohl dienen soll.

Die Studie wurde vor 11 Monaten veröffentlicht und sollte damals eine Momentaufnahme darstellen, d.h. zum jetzigen Zeitpunkt sind die Einschätzungen schon längst veraltet. Die Oxford Business School hat mit ihrem Bericht „Technology at Work 2“ vor zehn Monaten einen qualitativ-hochwertigeren Bericht veröffentlicht und eine BCG-Studie vom letzten Jahr konkretisiert das Thema in Bezug auf Robotik.