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Neuer World Robotics Report 2017

Neuer World Robotics Report 2017

Heute wurde der neue World Robotics Report des Internationalen Robotikverbands (IFR) veröffentlicht. Ich hatte heute morgen schon via Twitter eine Kurzzusammenfassung des Berichts gegeben. Der Bericht wurde eine Stunde später auf einer Pressekonferenz offiziell vorgestellt.

Die Eckpunkte zuerst:

  • in 2016 wurden weltweit 294.312 Einheiten verkauft;
  • das weltweite Marktwachstum betrug 16 Prozent;
  • das Verkaufsvolumen betrug 13.1 Billionen US-Dollar, was ein Durchschnittspreis von 44.510 US-Dollar pro Roboter bedeutet;
  • das größte Wachstum verzeichnete der Elektronik-/ Halbleiterindustrie (41 Prozent);
  • fünf Länder machten 74 Prozent des gesamten Verkaufsvolumen aus: China, Korea, Japan, die USA und Deutschland;
  • in Deutschland stagniert das Wachstum, seit drei Jahren werden kontinuierlich circa 20.000 Einheiten verkauft;
  • der Operational Stock sei laut IFR 1,828 Millionen Einheiten.

Ich habe im letzten Jahr schon grobe Unregelmäßigkeiten bei den Berichten festgestellt und die Zahlen, welche der IFR veröffentlicht, sollten mit Vorsicht behandelt werden. Auch in diesem Bericht gibt es schon am Anfang einige Kuriositäten. Beispielsweise werden Durchschnittswerte von verschiedenen Zeitspannen miteinander verglichen und von Wachstum gesprochen. In der Präsentation wird für das Jahr 2016 ein „robotic turnover“ von 40 Billionen US-Dollar angegeben, im Bericht wird diese Zahl jedoch für das Jahr 2015 ausgewiesen.

Bei meiner ersten Durchsicht ist nicht erkennbar ob Cobots einzeln gezählt wurden. Das Modelle LBR iiwa von Kuka und der Yumi von ABB werden unter der Klassifikation „Articulated Robots“ als Beispiel aufgeführt. Eine Erwähnung von Cobots findet in Nebensätzen statt, aber eine einzelnes Kapitel wurde dieser Gattung von Industrierobotern nicht gewidmet. Dies ist schade und auch ein sehr großes Versäumnis, da Frau Litzenberger auf der Automatica letztes Jahr schon angekündigt hatte eine Zählung zu beginnen.

Die Ermittlung des Op.Stock hatte ich schon mehrfach kritisiert, doch der IFR gibt dort weiterhin falsche Zahlen heraus. Der Verband erwartet für das Jahr 2020 sogar einen Op. Stock von 3 Millionen Robotern, davon alleine 1.9 Millionen in Asien.

Auch das Verkaufsziel von einer halben Million Robotern im Jahr 2020 erscheint doch sehr hochgegriffen. Das sogenannte „sales value“ für Roboter sei 13.1 Billionen US-Dollar.

Bei der Roboterdichte gibt es nur geringe Veränderungen. Südkorea ist mit 631 Einheiten pro 10.000 Mitarbeiter weiterhin an der Spitze. Singapur folgt darauf mit 488 Einheiten, wobei dies eher an der geringen Größe von Singapurs produzierendem Gewerbe liegt. An dritter Stelle folgt Deutschland mit unveränderten 309 Einheiten pro 10.000 Mitarbeiter.

Neuigkeiten bei Cobots in KW 36

Neuigkeiten bei Cobots in KW 36

Ehemaliger Fanuc Top-Manager wechselt zu Midea, Ford zeigt Cobots in Corporate-Video und die deutsche Robotikindustrie steigert den Umsatz.

 

Top-Manager von Fanuc heuert bei Midea an

Der ehemalige Europachef von Fanuc, Olaf Gehrels, hat zum 1. September bei Midea angefangen. Der Manager wurde im September letzten Jahres unerwartet abgelöst und beginnt nun ein Jahr später eine Position in China. Er ist nun General Manager der Midea Robot Company und wird damit das Know-How der Chinesen weiter verbessern. Der unerwartete Abgang und die einjährige Pause deuten auf eine arbeitsrechtliche Sperrfrist hin. Es bleibt spannend, ob weitere Führungskräfte von anderen Robotikherstellern abgeworben wurden.

 

Automobilhersteller Ford zeigt LBR iiwa in Produktion

Der amerikanische Fahrzeugsteller aus Detroit hat in einem Corporate-Video die Nutzung von Kuka’s LBR iiwa gezeigt. Die Cobots werden in der Produktion der Modellreihe Fiesta genutzt und im Video wird auf eher spielerische Art die Kooperation von Mensch und Roboter dargestellt.

 

 

Robotik- und Automatisierungsindustrie setzte fast 13 Milliarden Euro um

Die deutsche Robotik- und Automatisierungsindustrie setzte im Jahr 2016 knapp 12,8 Milliarden Euro um. Ein Großteil des Umsatzes wird durch internationale Aufträge geschaffen und 43 Prozent des Umsatzes generiert das Inlandsgeschäft. Der Exportanteil stiegt in den letzten sechs Jahren kontinuierlich von 48 auf 57 Prozent. Die Robotikindustrie setzte alleine 3,6 Milliarden Euro um, ein Umsatzplus von 8 Prozent. Im letzten Jahr wurden laut VDMA über 24.000 Roboter produziert.

 

 

Neuigkeiten bei Cobots in KW 9

Neuigkeiten bei Cobots in KW 9

Kuka verkauft 1000.Cobot LBR iiwa. In China wurden in 2016 über 72.000 Industrieroboter produziert. Der CEO von Comau spricht sich gegen Bill Gates’s Robotersteuer aus. Fanuc stellt den kleinen Cobot CR4-iA vor.

 

Kuka produziert 1000 LBR iiwa

Gestern Abend hat Kuka über Twitter die Neuigkeit mit einem Foto geteilt. Das Augsburger Unternehmen hat 1000 Einheiten seines kollaborierenden Roboters LBR iiwa produziert. Neben dem Rekordjahr für Kuka, ist dies ein weiterer Meilenstein für das Robotikunternehmen. Der LBR iiwa wird bspw. in Produktionsstätten von Mercedes-Benz, BMW und Siemens eingesetzt.

 

Chinesische Regierung veröffentlicht statistisches Kommuniqué

In der Volksrepublik wurden laut Peking über 72.000 Industrieroboter produziert. Dieser Wert entspricht einem Anstieg um 30,4 Prozent zum Vorjahr. Josh Horwitz hat einen netten (kurzen) Artikel über die neue Veröffentlichung geschrieben (Anm.: im Artikel wird auf die Zahlen des Jahres 2015 verlinkt – die Zahlen für 2016 findet man hier). Die IFR hatte schon für das Jahr 2015 von über 68.000 verkauften Robotern gesprochen, obwohl nur ca. 40.000 Stück verifiziert werden konnten und die chinesische Regierung für das Jahr 2015 nur ca. 33.000 Einheiten (Binnenproduktion) ausgewiesen hatte.

 

Comau will den deutschen Markt aufmischen

Mauro Fenzi, CEO der FCA-Tochter Comau Robotics, hat sich im Interview mit der Börsenzeitung gegen eine Robotersteuer, wie von Bill Gates kürzlich gefordert, ausgesprochen. Aufgrund der Akquisition von Kuka durch Midea, rechnet der studierte Ingenieur ebenso mit bessere Chancen für Comau auf dem deutschen Markt. Das vollständige Interview ist in Ausgabe 43/2017 auf Seite 8 abgedruckt.

 

Fanuc stellt neues Modell in der Cobot-Reihe vor

Die japanische Firma hat in der K-Zeitung einen Beitrag über den neuen CR4-iA lanciert. Der neue Cobot kann eine Nutzlast von 4 kg tragen und besitzt eine Reichweite von 550 Millimeter. Auf der deutschen Internetpräsenz von Fanuc ist der Kleine noch nicht gelistet. Der CR4-iA wurde schon im Januar letzten Jahres in Tokio vorgestellt und komplementiert Fanuc’s Produktprogramm im Bereich kollaborierende Robotik.

 

Neuigkeiten bei Cobots in KW 3

Neuigkeiten bei Cobots in KW 3

Nach letzter Woche gibt es wieder ein paar Neuigkeiten. General Electric setzt in der Fertigung in Oslo einen Fanuc CR35-iA ein. MM-Auflistung von aktuellen MRK-Greifern nach neusten Sicherheitsstandards. Am 26.Januar gibt Teradyne seine Quartalszahlen für das letzte Quartal 2016 bekannt und es wird wieder ein Umsatzplus durch UR erwartet.

 

Fanuc CR35-iA in Oslo unterstützt GE-Mitarbeiter

General Electric setzt seit Kurzem einen Fanuc CR35-iA in ihrer Fertigung in Oslo ein. Der Cobot wurde im Dezember letzten Jahres installiert. Vorher wurden die Einsatzmöglichkeiten durch ein Team von General Electric in den USA getestet. General Electric hat schon den kollaborierenden Roboter Baxter von Rethink Robotics im Einsatz. Im Laufe des Jahres erwartet General Electric, dass vier weitere Cobots in Oslo eingesetzt werden können und die Mitarbeiter bei der Produktion unterstützen.

 

MM gibt Auflistung von aktuellen MRK-Greifern

Das Fachmagazin Maschinenmarkt hat einen Leitartikel über MRK-Greifer herausgebracht. Dort wird über die aktuelle Situation gesprochen und auch über den Zusammenhang der neuen kollaborierenden Greifersysteme mit der ISO/TS 15066. Im Artikel wird klar, dass Kuka in diesem Bereich [durch verschiedene Kooperation] wieder eine Vorreiterrolle innehat.

 

Spekulationen über die Quartalszahlen Q4/16 bei Teradyne

Die Börse spekuliert in den letzten Tagen mit dem Wertpapier von Teradyne – dem Mutterunternehmen von Universal Robots. Innerhalb der letzten Woche habe die Käufe der Aktie um 91 Prozent zugenommen. Die Quartalszahlen werden erst am 26.01.2017 veröffentlicht aber aufgrund der vorherigen Quartale kann davon ausgegangen werden, dass die Auftragsbücher von Universal Robots wieder prall gefüllt sein werden.

Kollaborierende Robotik und Industrierobotik in 2017

Kollaborierende Robotik und Industrierobotik in 2017

Wie jedes Branchenblog, -magazin, -zeitschrift oder -clickbaitseite werde ich hier auch mal eine Prognose über das Jahr 2017 abgeben. In der Branchen der kollaborierenden Robotik gab es in 2016 einige große Sprünge. Wie alle anderen Branchenmedien kann ich nun auch prognostizieren: es wird viel mehr AI geben, die Automatisierung der Produktion wird noch bedeutender UND Industrie 4.0 wird auch noch mehr [Anm. d. Red.: Sarkasmus].

Da ich auf solche nichtssagende Listen und Prognosen keinen Deut gebe, liste ich mal auf, was wirklich in 2017 geschehen wird:

1. Die Abssatzzahlen von kollaborierenden Robotern werden dieses Jahr deutlicher steigen und dieses Jahr werden Cobots omnipräsenter bei den SME werden. Der Grund dafür liegt bei den Herstellern. Fanuc wird dieses Jahr seinen CR7-iA auf dem europäischen Markt einführen. Immerhin kann man jetzt schon die Produktbroschüre bei Fanuc abrufen. ABB wird in diesem Jahr endlich den „Yumi 2“ auf den Markt bringen. Schon Ende 2015 wurde ein Video dafür veröffentlicht aber seitdem gibt es offiziell keine weiteren Angaben darüber. Der neue Yumi ist eigentlich nur eine weiß lackierte Version des Gomtec’s Roberta. Das Start-Up Gomtec hat ABB im April 2015 gekauft.

2. Es wird ein Preiskampf im Bereich des Industrierobotik geben. Dieses Jahr werden etablierten Hersteller durch Low-Budget-Industrieroboter aufgeschreckt. Ein Paradabeispiel wird ein 10.000 USD Industrieroboter eines taiwanesichen Unternehmens sein.

3. Der IFR wird für das Jahr 2016 eine Stagnation oder einen Rückgang des weltweiten Absatzes melden. Zwar gibt es in Deutschland ein Wachstum [von mehr als 2 Prozent] und KUKA hat seine Produktionskapazität Ende 2016 nochmals erweitert. In China blieben aber zwei internationale Hersteller auf ihren Robotern sitzen und die Zulieferer von Sensoren, Getrieben und Servomotoren klagten in 2016 über Rückgänge bei den Verkäufen ihrer Produkte. Dies muss im Kontext gesehen werden, dass alle diese Erzeugnisse von chinesischen Roboterhersteller zugekauft werden, d.h. dass die Chinesen [trotz staatlicher Subventionen in Milliarden Höhe und 100 Prozent Finanzierung von Industrierobotern] selbst weniger Roboter verkaufen.