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Schlagwort: kollaborierende Roboter

Neuigkeiten bei Cobots in KW 40

Neuigkeiten bei Cobots in KW 40

Inteview mit dem CEO von iRobot, Rethink Robotics bringt „Cobot-StarterKit“ auf den Markt, ABB fädelt Kooperation mit TU Dresden ein und EU-Kommission zeigt Stand der Technik bei mobilen Robotern.

 

Interview mit Colin Angle, CEO von iRobot

Das Manager-Magazin hat ein Interview mit dem CEO von iRobot geführt. Colin Angle hat iRobot zusammen mit Rodney Brooks und Hellen Greiner in den 90er Jahren gegründet. Rodney Brooks ist später weitergezogen und hat Rethink Robotics aus der Taufe gehoben. Das Interview bietet zwar nicht viel Neues, ist aber eine nette Sonntagslektüre.

 

Rethink Robotics vermarktet Cobots nun in „StarterKit“

Rethink Robotics bietet seinen Sawyer in einem Starterpaket an. Dies Bündel, bestehend aus zwei Sawyer, zwei Greifer-Sets und zwei beweglichen Sockeln, richtet sich vor allem an kleine und mittlere Unternehmen. Das Vorgängermodell Baxter scheint damit Geschichte zu sein. Inwieweit dieses Starterpaket Rethink Robotics bzw. Hahn Robotics weitere Marktanteile im deutschsprachigen Raum ermöglicht, ist fraglich. Ich gehe davon aus, dass sie dieses Paket zwar unter der Summe der Einzelpreise anbieten werden, aber warum ein KMU anstatt einem Cobot sofort zwei nutzen sollte, bleibt mir schleierhaft. Die Hemmschwelle für die Investition in kollaborierende Roboter ist jetzt noch sehr hoch.

Neben diesem Starterpaket ist der Sawyer nun auch vom TÜV Rheinland nach der gängigen ISO-Norm zertifiziert.

 

ABB beginnt Kooperation im Bereich Automatisierung

Der Schweizer Konzern hat eine neue Kooperation mit der TU Dresden angekündigt. Die Schwerpunkte der Forschungskooperation liegen im Bereich der modularen Automation, Digitalisierung in der Automation und Datenanalyse.

 

Europäische Kommission zeigt mobile Roboter

Die EU-Kommission hat mehrere Berichte und Case Studies über neue „Business Innovations“ herausgebracht. In diesen Berichten sticht ein Abschnitt über Cobots heraus. In einem Video zu der Thematik werden die Hersteller MiR Robots und Robotnik vorgestellt. Es handelt sich eher um mobile Roboter als um Cobots. Natürlich lässt sich wieder über die Definition streiten. Einerseits sind die mobilen Roboter auf ein Zusammenwirken mit dem Menschen angelegt, andererseits unterscheiden sie sich nicht von fahrerlosen Transportsystemen, welche seit Jahrzehnten in der Produktion genutzt werden.  Die gezeigten Bilder von MiR erscheinen mir auch eher wie ein von der EU finanziertes Werbevideo. Interessant finde ich, dass Robotnik schon ihre Roboter in einem Krankenhaus zur Logistik nutzt.

Forum Mensch Roboter in Stuttgart

Forum Mensch Roboter in Stuttgart

Diesen Herbst sind einige Fachmessen wie bspw. die PackExpo oder die Motek. Neben der Motek Anfang diesen Monats findet am 23. und 24. Oktober ein weitere interessante Veranstaltung im Bereich der Robotik und Automatisierung statt: das Forum Mensch Roboter. Aufgrund von anderen Terminen kann ich die Motek leider nicht besuchen, aber ich werde es schaffen am Forum teilzunehmen. Die Veranstaltung findet zum zweiten Mal in Stuttgart statt (letztes Jahr waren bspw. ABB, Bosch APAS, Kuka und Fanuc vertreten). Die Tagung beinhaltet neben einem dutzend Fachvorträgen auch einen Showroom mit ausgewählten Herstellern aus dem Bereich der Robotik und Automatisierung. Branchenführer wie Kuka, Yaskawa und Universal Robots werden dort vertreten sein.

Viele Cobots werden gezeigt

Vor allem die Fülle an Cobot-Herstellern wie Universal Robots, Easy Robotics, MABI, Hahn Robotics (exklusiver Vertrieb von Rethink Robotics) und Yaskawa ist sehr attraktiv. Ich werde dort die Möglichkeit haben, den Cobot von Yaskawa, den Motoman HC10, zum ersten Mal live zu erleben. Er wurde zwar schon auf einigen Messen gezeigt, aber leider hatte ich selbst noch nicht die Möglichkeit diesen in Augenschein zu nehmen. Die Dänen von Easy Robotics werden auch ihren mobilen Cobot ER5 (auf Basis der Modelle von Universal Robots) zeigen. Die Ausführung ist recht simpel aber sehr flexibel. Im Gegensatz zu CASTEC’s mobilen Cobot muss der ER5 geschoben werden, hat aber auch den Vorteil dünner und leichter als der i-Operator zu sein. Die Idee hinten diesen beiden mobilen Cobots ist grundverschieden. Der i-Operator ist eher für die Unterstützung der Logistik innerhalb der Produktion zuständig. Der ER5 ist eine mobile Version eines Cobots, der wie ein Mitarbeiter an verschiedene Station bewegt werden kann, je nach Produktionsablaufplanung.

Vorträge von Experten und Integratoren

Das Veranstaltungsprogramm ist zwar auf zwei Tage geteilt, könnte theoretisch aber auch stramm an einem Tag durchgezogen werden. Am ersten Tag werden eher allgemein gültige Vorträge über Entwicklung, Marktlage, Recht und Zertifizierung gehalten.

Die Berufsgenossenschaft wird den aktuellen Stand bei der Zertifizierung vorstellen und scheinbar auch auf die CE-Zertifizierung eingehen. Meine Erfahrungen sind in diesem Bereich noch rudimentär und ich erhoffe mir einen aufschlussreichen Vortrag von Dr. Umbreit. Ebenfalls ist die ISO-Norm (ISO TS 15066) für die Integration von kollaborierenden Roboter seit einem Jahr auf dem Markt und die BG wird ihre Erfahrung darüber vorstellen.

Der Vortrag, welcher mich persönlich am meisten reizt, ist von einem Fachanwalt für Informationstechnologierecht. Dr. Bräutigam wird auf die Rechtslage im Umgang mit Robotern eingehen: wer ist verantwortlich für Haftung oder IT-Sicherheitslücken bei kollaborierenden Robotern?

Am zweiten Tag zeigen Integratoren unterschiedliche Use-Cases mit verschiedenen Cobots wie LBR iiwa, Rethink’s Sawyer und ABB’s Yumi. Der Praxisvortrag über die Integration eines Yumi ist für mich ebenfalls ein Highlight. Ich habe schon einige Beispiele in Videos gesehen und in der Literatur gelesen, aber stehe einem doppelarmigen Cobot zur Unterstützung der Mitarbeiter immer noch skeptisch gegenüber. Die Firma Mayser GmbH & Co.KG wird auch ihr auf der Hannover Messe preisgekröntes System zur Werkzeugabsicherung durch Ultraschalltechnologie vorstellen.

Alles in Allem werden es produktive und informative Tage.

Neuer World Robotics Report 2017

Neuer World Robotics Report 2017

Heute wurde der neue World Robotics Report des Internationalen Robotikverbands (IFR) veröffentlicht. Ich hatte heute morgen schon via Twitter eine Kurzzusammenfassung des Berichts gegeben. Der Bericht wurde eine Stunde später auf einer Pressekonferenz offiziell vorgestellt.

Die Eckpunkte zuerst:

  • in 2016 wurden weltweit 294.312 Einheiten verkauft;
  • das weltweite Marktwachstum betrug 16 Prozent;
  • das Verkaufsvolumen betrug 13.1 Billionen US-Dollar, was ein Durchschnittspreis von 44.510 US-Dollar pro Roboter bedeutet;
  • das größte Wachstum verzeichnete der Elektronik-/ Halbleiterindustrie (41 Prozent);
  • fünf Länder machten 74 Prozent des gesamten Verkaufsvolumen aus: China, Korea, Japan, die USA und Deutschland;
  • in Deutschland stagniert das Wachstum, seit drei Jahren werden kontinuierlich circa 20.000 Einheiten verkauft;
  • der Operational Stock sei laut IFR 1,828 Millionen Einheiten.

Ich habe im letzten Jahr schon grobe Unregelmäßigkeiten bei den Berichten festgestellt und die Zahlen, welche der IFR veröffentlicht, sollten mit Vorsicht behandelt werden. Auch in diesem Bericht gibt es schon am Anfang einige Kuriositäten. Beispielsweise werden Durchschnittswerte von verschiedenen Zeitspannen miteinander verglichen und von Wachstum gesprochen. In der Präsentation wird für das Jahr 2016 ein „robotic turnover“ von 40 Billionen US-Dollar angegeben, im Bericht wird diese Zahl jedoch für das Jahr 2015 ausgewiesen.

Bei meiner ersten Durchsicht ist nicht erkennbar ob Cobots einzeln gezählt wurden. Das Modelle LBR iiwa von Kuka und der Yumi von ABB werden unter der Klassifikation „Articulated Robots“ als Beispiel aufgeführt. Eine Erwähnung von Cobots findet in Nebensätzen statt, aber eine einzelnes Kapitel wurde dieser Gattung von Industrierobotern nicht gewidmet. Dies ist schade und auch ein sehr großes Versäumnis, da Frau Litzenberger auf der Automatica letztes Jahr schon angekündigt hatte eine Zählung zu beginnen.

Die Ermittlung des Op.Stock hatte ich schon mehrfach kritisiert, doch der IFR gibt dort weiterhin falsche Zahlen heraus. Der Verband erwartet für das Jahr 2020 sogar einen Op. Stock von 3 Millionen Robotern, davon alleine 1.9 Millionen in Asien.

Auch das Verkaufsziel von einer halben Million Robotern im Jahr 2020 erscheint doch sehr hochgegriffen. Das sogenannte „sales value“ für Roboter sei 13.1 Billionen US-Dollar.

Bei der Roboterdichte gibt es nur geringe Veränderungen. Südkorea ist mit 631 Einheiten pro 10.000 Mitarbeiter weiterhin an der Spitze. Singapur folgt darauf mit 488 Einheiten, wobei dies eher an der geringen Größe von Singapurs produzierendem Gewerbe liegt. An dritter Stelle folgt Deutschland mit unveränderten 309 Einheiten pro 10.000 Mitarbeiter.

Neuigkeiten bei Cobots in KW 38

Neuigkeiten bei Cobots in KW 38

Studie des Instituts für Wettbewerbsforschung untersucht die Auswirkungen von Robotern auf den Arbeitsmarkt, Kuka entlässt zwei Top-Manager, ABB’s Yumi  wird zum Dirigenten und Siemens eröffnet Forschungszentrum für Robotik in China.

 

Institut für Wettbewerbsforschung zeigt Auswirkungen von Robotern in Deutschland

Das Institut hat die Auswirkungen von Robotern auf den deutschen Arbeitsmarkt untersucht und in einem Diskussionspapier vorgestellt. Als Datengrundlage dienten die Zahlen des IFR. Die Ergebnisse der Forscher implizieren, dass Mitarbeiter, welche mit Robotern zusammenarbeiten bzw. diesen „ausgesetzt“ sind, eine höhere Chance haben, ihren Arbeitsplatz zu behalten.

In diesem Artikel ist ebenfalls die kartografische Darstellung der Roboterdichte innerhalb der einzelnen Landkreise Deutschlands sehr interessant. Es zeigt eine hohe Roboterdichte in Baden-Württemberg, Oberfranken, Ostwestfalen-Lippe und Niederbayern.

 

Kuka entlässt zwei Top-Manager der DACH-Region

Das Augsburger Unternehmen hat am Montag zu einer Mitarbeiterversammlung des Konzernbereichs Kuka Systems geladen und dort die Freistellung der zwei Geschäftsführer Andre Hagen und Frank Klingemann bekannt gegeben. Gründe für diese Personalie ist eine Neuausrichtung des Geschäftsbereichs. Die DACH-Region wird nun durch den COO Dieter Hansch und den CFO Paul Ambros geleitet.

Welche Möglichkeiten die Roboter von Kuka bieten, zeigt derzeit der Komponist Nigel Stanford. In seinem neuen Video spielen die Roboter der Augsburger die Instrumente. Natürlich ist auch vieles im Musikvideo animiert, aber das „Behind-the-Scenes“-Video zeigt eindrucksvoll, was wirklich von Roboter ausgeführt wurde.

 

ABB lässt seinen Cobot ein Orchester dirigieren

Das Unternehmen aus Zürich hat bei einem Benefizkonzert in Pisa seinen kollaborierenden Roboter Yumi sehr gut in Szene gesetzt. Der Cobot dirigierte den berühmten Startenor Andrea Bocelli unter den Augen seines „Chefs“ Ulrich Spiesshofer. Für das Event musste der Yumi 17 Stunden lang programmiert werden. Das Konzert fand im Rahmen eines Roboter-Festivals statt und war für ABB ein gelungener Marketing-Coup. Obwohl es für Experten nur Effekthascherei ist, berichtete die internationale Presse ausführlich darüber. Auch wenn ABB ihre Produktionskapazitäten in China verdoppeln wird, haben sie im Zukunftsbereich kollaborierende Robotik derzeit kein konkurrenzfähiges Produkt. Rethink Robotics hatte den gleichen Fehler mit seinem doppelarmigen Cobot Baxter gemacht.

 

Siemens eröffnet Forschungszentrum in China

Siemens eröffnet erstmals ein Forschungs- und Entwicklungszentrum in China. Dieses Zentrum wird die globale Führung im Bereich autonome Robotik übernehmen. Nach Unternehmensangaben werden keine Arbeitsplätze umgesiedelt und das Zentrum soll aus internationalen Teams bestehen. Des Weiteren wird das Erlanger Unternehmen mit einer Pekinger Universität eine Forschungskooperation eingehen. Schon jetzt arbeiten in China 4500 Wissenschaftler für Siemens.

 

 

Nachtrag: In einer früheren Version wurde davon gesprochen, dass die Studie von der Universität Würzburg durchgeführt wurde. Dies war ein Fehler. Die Studie wurden vom Düsseldorfer Institut für Wettbewerbsforschung durchgeführt.

Weltweite Marktlage von kollaborierenden Robotern (Cobots)

Weltweite Marktlage von kollaborierenden Robotern (Cobots)

In einigen Wochen erscheint der neue World Robotics Report 2017 des IFR. Dort werden alle Verkäufe von Robotern verschiedener Arten erfasst, aber bis jetzt ist noch nicht klar, ob auch Cobots erfasst werden. Es gibt viele Konzerne als auch junge Unternehmen, welche Lösungen im Bereich der kollaborierenden Robotik entwickelt haben, aber nur wenige mit einem marktfähigen Endprodukt. Der derzeitige Marktführer ist Universal Robots (kurz: UR), wobei ABB in ihrem Jahresbericht sich selbst als Marktführer bezeichnet haben. ABB hat leider keine Zahlen herausgegeben, doch ich bezweifle, dass sie mit ihrem Cobot „Yumi“ auch nur annähernd an die Absatzzahlen von UR herankommen. Danach folgt Rethink Robotics (kurz: Rethink) und auf dem dritten Platz die Kuka AG. Die Robert Bosch GmbH gibt leider auch keine Zahlen heraus, aber ich traue mir eine Schätzung zu. Weitere Hersteller wie Fanuc geben ebenfalls keine Zahlen über den Absatz ihrer Cobots heraus. Yaskawa hat ihren Cobot HC-10 letztes Jahr auf der Automatica vorgestellt und es ist unwahrscheinlich, dass sie schon mehr als ein paar Dutzend davon verkauft haben. Stäubli hat ihren Cobot erst dieses Jahr auf der Hannover Messe vorgestellt.

Die Absatzzahlen von Cobots nach Hersteller im Jahr 2016
Absatzzahlen von Cobots in 2016 (Quelle: Teradyne, robotenomics.com, SEC und eigene Recherche)

Wie man im Diagramm sehen kann, ist Universal Robots das Zugpferd der Branche. Dies hat mehrere Gründe.

Preis

Der Preis für einen Cobot von UR beginnt bei 25.000 Euro, wodurch die Investition in Automatisierung selbst für KMUs interessant wird. Im Vergleich liegt ein Cobot von Kuka bei über 100.000 Euro und der Bosch APAS bei über 70.000 Euro.  Nur Rethink ist ebenfalls mit einem Preis ab 20.000 Euro am Markt vertreten.

Integration

Die kollaborierenden Roboter von UR können von externen Dienstleistern in eine Produktion integriert werden und diese Integration geschieht sehr schnell und effizient. Rethink führt die Integration selbst durch. Der LBR iiwa von Kuka dagegen ist meist eine Speziallösung im Sinne eines Projektes.

Roboterprogrammierung

Der Cobot von UR ermöglicht die Programmierung des Cobots über ein Drag&Drop-Menü, dazu bietet UR ein Online-Seminar für die Programmierung ihrer Roboter an. Rethink benutzt ihr eigenes Betriebssystem und der Roboter wird durch Training (“teaching”) programmiert. Kuka’s LBR iiwa basiert auf Java und es benötigt einen erfahrenen Informatiker um neue Aufträge zu implementieren.

Offenes System (für Weiterentwicklung)

Das dänische Unternehmen erlaubt auch externen Unternehmen Programme und Hardware für den UR zu entwickeln. Kuka und Rethink ermöglichen dies nicht, sondern vereinbaren exklusive Kooperationen mit anderen Unternehmen. Alle Unternehmen bieten aber die gängigen Schnittstellen an.

 

Weltweit über 21.000 Cobots in Betrieb

Die knapp 21.000 Cobots auf der Welt sind sogar mehr als die von der Bank Barclays im Jahr 2015 erwarteten Anzahl an Operational Stock. Barclays hat für das Jahr 2017 ein Ziel von 32.000 verkauften Cobots angesetzt, aber ich schätze, es wird eher die Hälfte sein, wobei ein Großteil (über 60 Prozent) durch Universal Robots geschieht. Die Dänen wachsen jedes Jahr um über 50 Prozent und stellen damit einen Segen für das Mutterunternehmen Teradyne dar.

Absatzzahlen von Universal Robots
Absatzzahlen von Universal Robots (Quelle: Teradyne, SEC, eigene Berechnung)

Universal Robots wird auch dieses und nächstes Jahr um über 50 Prozent wachsen. Rethink hat im letzten Jahr auch ein hohes Wachstum gezeigt, wobei dies möglich war, da die Roboter von externen Dienstleistern produziert werden. Die anderen Hersteller werden im Vergleich zu UR/Rethink nur kleine Schritte machen und damit hängt das Marktwachstum eigentlich von den Dänen und Amerikanern ab. Kuka erhielt vor kurzem die Zertifizierung für die medizintechnische Version ihres Cobots, weshalb ein kleiner Anstieg dort möglich ist. Ich schätze, dass die Augsburger in diesem Jahr circa 350 bis 400 Einheiten verkaufen werden.

ABB hat zwar den Nachfolger des Yumi entwickelt (“Yumi 2”), aber eine Markteinführung ist nicht bekannt.

Marktvolumen liegt bei fast 182 Millionen US-Dollar

Die Frage des monetären Marktvolumens ist schwieriger zu beantworten. Auf der Marktforschungsplattform marketsandmarkets.com feilbieten verschiedene Studien mit Angaben von 1 Milliarden US-Dollar bis 3 Milliarden US-Dollar. Nicht zu vergessen, die Studie der Barclays Bank, welche ein Marktvolumen von 12 Milliarden US-Dollar für das Jahr 2025 erwartet.

Laut dem Unternehmen Teradyne betrug das Marktvolumen zum Zeitpunkt ihrer Acquisition von Universal Robots 100 Millionen US-Dollar. Nach meinen Schätzungen lag es im Jahr 2016 zwischen 144 Millionen und 182 Millionen US-Dollar. Dieses Jahr wird das Marktvolumen über 200 Millionen US-Dollar betragen.

Ein großes Wachstum sehe ich bei Anbietern von Greifsystemen und Kollisionsschutz. Dort geschah im letzten Jahr eine kleine “Produktexplosion”, mit Highlights von Festo oder Mayser. Die Anbieter profitieren zum einen von direkten Kooperationen (bspw. Festo mit Kuka) und zum anderen auch von offenen Systemen wie das von UR.