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Schlagwort: kollaborierende Robotik

Neuigkeiten bei Cobots in KW 48

Neuigkeiten bei Cobots in KW 48

ABB stellt neuen Cobot Yumi 2 vor, Zukunftspreis-Gewinner Franka Emika plant Serviceroboter und der Star der iRex Messe in Tokio ist ein neuer Roboter von Toyota.

 

Die zweite Generation des Yumi wurde in Tokio vorgestellt

ABB hat in dieser Woche zwei große Ankündigungen getätigt. Zum einen haben die Schweizer eine Kooperation mit Kawasaki Heavy Industries im Bereich der kollaborierenden Robotik vereinbart und zum anderen haben sie die neue Generation ihres Cobots Yumi auf der Robotikmesse iRex in Tokio vorgestellt. Vor zwei Jahren wurde ein Video auf Youtube hochgeladen, indem die neue Generation des Yumi für die iRex 2015 angekündigt wurde, damals sah die zweite Generation des Yumi noch anders aus. Leider ist dieses Video nicht mehr verfügbar.

Dieser Cobot kann nun wie andere kollaborierenden Roboter auch, endlich per Teaching programmiert werden. Diese Technologie haben sie vor zwei Jahren durch die Akquisition des Unternehmens gomtec erhalten. Die neue Generation hat einen Payload von 500 Gramm, ist 7-achsig und der kleinste Cobot auf dem Markt. Laut SVP Per Vegard Nerseth ist der neue Cobot nun kompakter – was eigentlich klar ist: es fehlt der andere Arm und der Body. Des weiteren kann man eine Ähnlichkeit zu Franka Emika’s kollaborierenden Roboter nicht von der Hand weisen. Die Intentionen hinter der Entwicklung des Yumi 2 sind mir aber schleierhaft. Mit den Spezifikationen wird er auf keinen Fall die Marktführer annähernd in Bedrängnis bringen. Per Nerseth sagte vor einigen Jahren selbst, dass ABB kollaborierende Technologien bis zu einer Nutzlast von 70 kg erwartet. ABB hat sich mit dieser Entwicklung ein Eigentor geschossen: ein Kunde wird entweder einen gewöhnlichen Industrieroboter kaufen oder (und das ist wahrscheinlicher) zur Konkurrenz wie bspw. Universal Robots und Rethink Robotics gehen. ABB hat mit dem Yumi 2 weder eine Lücke in ihrem Produktportfolio geschlossen noch sich ein Alleinstellungsmerkmal auf dem derzeitigen Markt geschaffen. Der Blindflug der Schweizer wird noch klarer, wenn man von der Entwicklungskooperation mit Kawasaki Heavy Industries hört.

 

Franka Emika erhält deutschen Zukunftspreis 2017

Das Team von Franka Emika mit dem Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier
Das Team von Franka Emika mit dem Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier

Frank-Walter Steinmeier hat neben der Regierungskrise Zeit gefunden den deutschen Zukunftspreis zu verleihen. Dieses Jahr ging die Trophäe an Franka Emika. Der Preis ist mit 250.000 Euro dotiert und wird den Münchener einiges an Presse einbringen. Ein Foto ihres Cobots neben dem Bundespräsidenten würde sich bestimmt gut machen. Im Zuge des Preises hat Sami Haddadin auch weitere Pläne geäußert: Franka Emika plant für die Zukunft einen zweiarmigen Serviceroboter.

 

Toyota stellt neuen humanoiden Roboter vor

Der unangefochtene Star der Tokioter Messe iRex ist der neue Roboter T-HR3 von Toyota. Im Gegensatz zu Boston Dynamics’ Atlas ist der T-HR3 nicht so behäbig und kann via Fernzugriff mit VR-Brille gesteuert werden. Der T-HR3 ist nicht für die Serienproduktion gedacht, sondern soll zeigen, was alles mit der derzeitigen Technologie möglich ist. In einem weiteren Video ist die Vorführung des T-HR3 am Messestand zu sehen.

 

 

Neuigkeiten bei Cobots in KW 38

Neuigkeiten bei Cobots in KW 38

Studie des Instituts für Wettbewerbsforschung untersucht die Auswirkungen von Robotern auf den Arbeitsmarkt, Kuka entlässt zwei Top-Manager, ABB’s Yumi  wird zum Dirigenten und Siemens eröffnet Forschungszentrum für Robotik in China.

 

Institut für Wettbewerbsforschung zeigt Auswirkungen von Robotern in Deutschland

Das Institut hat die Auswirkungen von Robotern auf den deutschen Arbeitsmarkt untersucht und in einem Diskussionspapier vorgestellt. Als Datengrundlage dienten die Zahlen des IFR. Die Ergebnisse der Forscher implizieren, dass Mitarbeiter, welche mit Robotern zusammenarbeiten bzw. diesen „ausgesetzt“ sind, eine höhere Chance haben, ihren Arbeitsplatz zu behalten.

In diesem Artikel ist ebenfalls die kartografische Darstellung der Roboterdichte innerhalb der einzelnen Landkreise Deutschlands sehr interessant. Es zeigt eine hohe Roboterdichte in Baden-Württemberg, Oberfranken, Ostwestfalen-Lippe und Niederbayern.

 

Kuka entlässt zwei Top-Manager der DACH-Region

Das Augsburger Unternehmen hat am Montag zu einer Mitarbeiterversammlung des Konzernbereichs Kuka Systems geladen und dort die Freistellung der zwei Geschäftsführer Andre Hagen und Frank Klingemann bekannt gegeben. Gründe für diese Personalie ist eine Neuausrichtung des Geschäftsbereichs. Die DACH-Region wird nun durch den COO Dieter Hansch und den CFO Paul Ambros geleitet.

Welche Möglichkeiten die Roboter von Kuka bieten, zeigt derzeit der Komponist Nigel Stanford. In seinem neuen Video spielen die Roboter der Augsburger die Instrumente. Natürlich ist auch vieles im Musikvideo animiert, aber das „Behind-the-Scenes“-Video zeigt eindrucksvoll, was wirklich von Roboter ausgeführt wurde.

 

ABB lässt seinen Cobot ein Orchester dirigieren

Das Unternehmen aus Zürich hat bei einem Benefizkonzert in Pisa seinen kollaborierenden Roboter Yumi sehr gut in Szene gesetzt. Der Cobot dirigierte den berühmten Startenor Andrea Bocelli unter den Augen seines „Chefs“ Ulrich Spiesshofer. Für das Event musste der Yumi 17 Stunden lang programmiert werden. Das Konzert fand im Rahmen eines Roboter-Festivals statt und war für ABB ein gelungener Marketing-Coup. Obwohl es für Experten nur Effekthascherei ist, berichtete die internationale Presse ausführlich darüber. Auch wenn ABB ihre Produktionskapazitäten in China verdoppeln wird, haben sie im Zukunftsbereich kollaborierende Robotik derzeit kein konkurrenzfähiges Produkt. Rethink Robotics hatte den gleichen Fehler mit seinem doppelarmigen Cobot Baxter gemacht.

 

Siemens eröffnet Forschungszentrum in China

Siemens eröffnet erstmals ein Forschungs- und Entwicklungszentrum in China. Dieses Zentrum wird die globale Führung im Bereich autonome Robotik übernehmen. Nach Unternehmensangaben werden keine Arbeitsplätze umgesiedelt und das Zentrum soll aus internationalen Teams bestehen. Des Weiteren wird das Erlanger Unternehmen mit einer Pekinger Universität eine Forschungskooperation eingehen. Schon jetzt arbeiten in China 4500 Wissenschaftler für Siemens.

 

 

Nachtrag: In einer früheren Version wurde davon gesprochen, dass die Studie von der Universität Würzburg durchgeführt wurde. Dies war ein Fehler. Die Studie wurden vom Düsseldorfer Institut für Wettbewerbsforschung durchgeführt.

Neuigkeiten bei Cobots in KW 9

Neuigkeiten bei Cobots in KW 9

Kuka verkauft 1000.Cobot LBR iiwa. In China wurden in 2016 über 72.000 Industrieroboter produziert. Der CEO von Comau spricht sich gegen Bill Gates’s Robotersteuer aus. Fanuc stellt den kleinen Cobot CR4-iA vor.

 

Kuka produziert 1000 LBR iiwa

Gestern Abend hat Kuka über Twitter die Neuigkeit mit einem Foto geteilt. Das Augsburger Unternehmen hat 1000 Einheiten seines kollaborierenden Roboters LBR iiwa produziert. Neben dem Rekordjahr für Kuka, ist dies ein weiterer Meilenstein für das Robotikunternehmen. Der LBR iiwa wird bspw. in Produktionsstätten von Mercedes-Benz, BMW und Siemens eingesetzt.

 

Chinesische Regierung veröffentlicht statistisches Kommuniqué

In der Volksrepublik wurden laut Peking über 72.000 Industrieroboter produziert. Dieser Wert entspricht einem Anstieg um 30,4 Prozent zum Vorjahr. Josh Horwitz hat einen netten (kurzen) Artikel über die neue Veröffentlichung geschrieben (Anm.: im Artikel wird auf die Zahlen des Jahres 2015 verlinkt – die Zahlen für 2016 findet man hier). Die IFR hatte schon für das Jahr 2015 von über 68.000 verkauften Robotern gesprochen, obwohl nur ca. 40.000 Stück verifiziert werden konnten und die chinesische Regierung für das Jahr 2015 nur ca. 33.000 Einheiten (Binnenproduktion) ausgewiesen hatte.

 

Comau will den deutschen Markt aufmischen

Mauro Fenzi, CEO der FCA-Tochter Comau Robotics, hat sich im Interview mit der Börsenzeitung gegen eine Robotersteuer, wie von Bill Gates kürzlich gefordert, ausgesprochen. Aufgrund der Akquisition von Kuka durch Midea, rechnet der studierte Ingenieur ebenso mit bessere Chancen für Comau auf dem deutschen Markt. Das vollständige Interview ist in Ausgabe 43/2017 auf Seite 8 abgedruckt.

 

Fanuc stellt neues Modell in der Cobot-Reihe vor

Die japanische Firma hat in der K-Zeitung einen Beitrag über den neuen CR4-iA lanciert. Der neue Cobot kann eine Nutzlast von 4 kg tragen und besitzt eine Reichweite von 550 Millimeter. Auf der deutschen Internetpräsenz von Fanuc ist der Kleine noch nicht gelistet. Der CR4-iA wurde schon im Januar letzten Jahres in Tokio vorgestellt und komplementiert Fanuc’s Produktprogramm im Bereich kollaborierende Robotik.