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Schlagwort: Rethink Robotics

Neuheiten und Trends auf der HMI 2018

Neuheiten und Trends auf der HMI 2018

Neuer Kuka- und Bosch-Cobot, mobiler Cobot von Stäubli, universelle Software für Roboterprogrammierung und die zukünftigen Trends der Branche.

 

Kuka stellt neuen Cobot vor

Kuka's Cobot iisy wird auf der Hannover Messe gezeigt
Kuka’s neuer Cobot LBR iisy auf der Hannover Messe 2018

Das Augsburger Unternehmen hat auf der HMI ihren neuen Cobot LBR iisy vorgestellt. Auf dem Messestand waren drei Applikationen aufgebaut, die die verschiedenen Features des iisy zeigten. Der Cobot ist kleiner als der LBR iiwa (Reichweite 600 mm) und besitzt natürlich auch einen geringeren Payload (3 kg). Wie auch ABB sieht Kuka den Markt für diesen leichtgewichtigen Cobot vor allem in Asien, wobei der iisy in Deutschland als auch in Asien gefertigt werden soll. Die Ausstellung auf der HMI zeigte Prototypen des iisy, wobei Kuka damit rechnet 2019 eine Vorserie bei Kunden zu beginnen. Neuer Cobot von Kuka mit Teach-PanelIm Vergleich zum LBR iiwa wird es eine Kampfansage an die Marktführer Universal Robots und Rethink Robotics. Wie diese bietet Kuka dann auch ein Teach-Panel zum einfachen Teachen von Bewegungsabläufen (durch ein Update auf Java Sunrise 2.X) an.

Ich erwarte das Fanuc und Yaskawa innerhalb der nächsten zwei bis drei Jahre einen Cobot mit geringer Reichweite und niedrigem Payload anbieten werden, da deren Kunden-Feedback aus China ebenso in die gleiche Richtung geht.  

 

Bosch APAS nun auf Kuka-Basis

Bosch APAS Cobot mit Kuka Agilus Basis
Der Bosch APAS auf Basis eines Kuka Agilus

Wie schon letzte Woche berichtet, basiert der APAS nun auf Kuka-Basis mit KC4-Controller. Nebenbei wird weiterhin der APAS auf Fanuc-Basis angeboten. Je nachdem, was der Kunde bzw. Systemintegrator will, kann er sich für eine Basis entscheiden. Bei der Kuka-Basis des APAS steigt die Reichweite auf 1100 mm und der Payload auf 10 kg. Preislich konkurriert der APAS nun auch mit anderen Cobot-Hersteller und je nach Version beginnt der APAS ab 40.000 Euro. Das APAS-Projekt wurde nun an BoschRexroth übertragen, da man dort mit anderen Bereichen vermehrt Synergien erwartet.

 

Stäubli zeigt mobilen Cobot Helmo

Der Schweizer Hersteller hat auf der HMI eine Applikation mit seinem mobilen Cobot Helmo gezeigt. Der kollaborierende Roboter besteht aus drei Teilen, wobei dieser modulare Aufbau von Stäubli gewollt ist. Man kann zum einen die mobile Kinematik ohne kollaborierende Features bestellen, oder auch ohne mobile Plattform. Stäubli setzt beim Helmo auf Kooperationen. Zum einen wird die Mensch-Roboter-Kollaboration durch AIRSKIN, eine sensitive Haut, gewährleistet.

Airskin an UR10 Cobot von Universal Robots
Die sensitive Haut AIRSKIN von Blue Danube Robotics

Zum anderen wird die mobile Plattform in Kooperation mit einem etablierten Hersteller von Flurfahrzeugen entwickelt. Einzig der TX2-90 stammt von Stäubli. Für das vollwertige Produkt (Mobilität und MRK) und je nach Applikationen wird ein niedriger sechsstelliger Betrag fällig. Eine wirkliche Besonderheit ist der hohe Grad an Autonomie, die der mobile Cobot besitzt. Theoretisch können dutzende Helmos in einer Produktion sich vollkommen autonom bewegen und Applikation an Applikation wie in der klassischen Werkstattfertigung abarbeiten, ohne dass die kollaborierenden Roboter von Mitarbeitern unterstützt werden müssen.

 

Universelle Drag&Drop-Programmierung für Roboter

Das 2017 gegründete Start-Up drag&bot zeigte auf der HMI ihre Softwarelösung für Systemintegratoren und KMUs. Die Software ermöglicht es Modelle unterschiedlicher Roboterhersteller innerhalb eines Interfaces einzulernen und die Applikation zu beginnen. Derzeit werden alle Kuka-Roboter mit KC4-Controller, alle Fanuc-Produkte, jegliche Modelle von Universal Robots und Denso unterstützt. Die Software bietet einfaches Programmieren von Robotern an, ohne jeweils dutzende Interfaces benutzen zu müssen. Vor allem für KMUs, die je nach Applikation unterschiedliche Roboter benutzen, bietet die Software einen enormen Vorteil und vereinfacht die Produktionsvorbereitung.

 

Des Weiteren konnte man die Cobots von UR, Franka Emika und Rethink Robotics in Halle 17 vorfinden. Neue Cobots wurden nur vereinzelt vorgestellt und Denso wie auch Fanuc sind der Messe ferngeblieben. ABB zeigte auf dessen Stand den Yumi in zwei sehr einfachen Applikationen, aber der Fokus der Ausstellung lag auf anderen Geschäftsbereichen, da das zuständige Fachpersonal scheinbar in Zürich bzw. Schweden geblieben ist. Festo zeigte ebenfalls einen kleinen Cobot, welcher vorwiegend für Bildungseinrichtungen konzipiert wurde.

 

Cobot-Trends der HMI 2018

Auf der Hannover Messe konnten einige Trends beobachtet werden. Wie schon im letzten Jahr, findet ein Preiskampf unter den verschiedenen Herstellern statt. Anfängliche Preise im sechsstelligen Bereich sind innerhalb der letzten drei Jahre auf Basispreise im mittleren fünfstelligen Bereich gesunken. Kuka iisy und Franka Emika’s Cobot werden den Preisdruck durch innovative Softwarefeatures (externe Apps) weiter verstärken. Ein zukünftiger Trend, welcher derzeit noch in den Kinderschuhen steckt, ist Predictive Mainteance für die Roboter. Interessant ist auch, dass viele Teach-Panel mittlerweile cloud-basiert sind (d.h. Zugriff auch über mobile Endgeräte) und in Zukunft keine stationäre Lösung beim Kunden nötig wird. Ein früher Vorteil von Universal Robots und Rethink Robotics war das Teachen und das Interface mit dem der Kunde den Cobot bedient. Dies ist nunmehr ein Industriestandard und Hersteller, die dies nicht bieten können, werden letztlich an Marktanteilen verlieren bzw. ganz verschwinden. Die Eintrittsbarrieren für den Markt sind ebenso gestiegen, da ein Start-Up schon einige Features bieten muss, um überhaupt mit den derzeitigen Marktteilnehmern konkurrieren zu können. Standardeigenschaften, auf die Kunden bei der Anschaffung von Cobots schauen sollten, sind:

  • drag&drop-Programmierung
  • manuelles Teaching per Hand
  • offene Schnittstelle für verschiedene Greifersystem (Interoperabilität)
  • offene Schnittstelle für externe Softwareapplikationen innerhalb des Betriebssystems des Cobots

 

Kooperation werden wichtiger

Selbst die etablierten Cobot-Hersteller erkennen den strategischen und langfristigen Vorteil von Kooperationen mit anderen Maschinenherstellern bzw. Forschungsinstituten wie dem Fraunhofer. Wo zu Beginn des Cobot-Markts die Kooperation mit etablierten Greifsystenherstellern Vorteile und Synergien versprach, wird dies nun auch bei weiteren Produktfeatures der Fall sein. Meiner Meinung nach wird sich der Markt dahin verändern, dass nur noch Kooperationen mit anderen Unternehmen (Hardware wie Software) Wettbewerbsvorteile schaffen und das Servicetätigkeiten (wie Applikationsänderung bzw. Integration) an die Kunden ausgelagert werden. Dieses Outsourcing wird essentiell, da die Kunden beginnen ihr eigenes Know-How im Bereich Automatisierung aufzubauen und aufgrund der verlangten Flexibilität nicht immer auf den Cobot-Hersteller angewiesen sein möchten. Die möglichen Kosteneinsparungen dieses Outsourcing spielen für die Kunden ebenso eine Rolle. Der Markt für Cobots entwickelt sich vom service-bedürftigen Systemgeschäft zum Anlagengeschäft, teilweise sogar zum Produktgeschäft.

 

Neben den eigentlichen Produkten, gab es auch einen kleinen „Wettbewerb“ zwischen Kuka, IBG Automation, Franka Emika und BoschRexroth. Die Kanzlerin war, zusammen mit dem mexikanischen Präsidenten, an allen vier Ständen und natürlich wurde versucht den jeweiligen Cobot in ein Bild mit den Staatsoberhäuptern zu integrieren. Der Gewinner ist wohl IBG Automation. Das Bild, wie die Kanzlerin dem Roboter „die Faust gibt“, ging um die Welt.  

 

Neuigkeiten bei Cobots in KW 07/2018

Neuigkeiten bei Cobots in KW 07/2018

Rethink Robotics stellt SDK für Forschungs- und Bildungseinrichtungen vor, Boston Dynamics Roboter öffnet Türen, SIASUN stellt mobilen Cobot vor, Schunk richtet hochkarätige Cobot-Konferenz aus und Wall Street Journal unternimmt Reise zu asiatischen Robotikherstellern.

 

Software Development Kit für Sawyer

Rethink Robotics hat für seinen Cobot Sawyer ein Update des SDK durchgeführt. Das SDK ist schon seit 2016 erhältlich, aber nun wurde ein Upgrade speziell im Hinblick auf Bildungseinrichtungen umgesetzt. Das Upgrade ermöglicht bspw. die Integration des Gazebo-Simulators.

 

Boston Dynamics zeigt neues Video von SpotMini

Im letzten Jahr hat Boston Dynamics den neuen SpotMini vorgestellt und nun wurde vor einigen Tagen ein neues Video mit zweien dieser Art veröffentlicht. Die beiden Roboter öffnen von selbst eine Tür (scheinbar mit Türschließer ausgestattet) und wechseln die Räume. Vor einem Jahr war schon der SpotMini mit Kinematik auf youtube gezeigt worden, damals aber noch ohne Ummantelung.

Es ist erstaunlich, wie durch die Investition von SoftBank die Entwicklung so schnell aufblüht, wo doch unter Google der Forschungsstand stagnierte.

 

SIASUN stellt mobilen Cobot vor

Das Unternehmen SIASUN ist einer der führenden lokalen Robotikhersteller in China und hat vor kurzem einen mobilen Cobot vorgestellt. Dieser stellt neben dem Kuka KMR iiwa einen der wenigen voll autonomen mobilen Cobots dar. Einige technische Daten sind:

  • Payload von max. 5 kg,
  • Wiederholgenauigkeit von +/- 0,02 mm,
  • sieben Achsen,
  • Programmierung durch Teaching,
  • Kollisionssicherheit durch Kraftbegrenzung,
  • verschiedene Schnittstellen und
  • bild-, magnetisch- sowie lasergestützte Navigation.

 

 

Schunk richtet Cobot-Fachkonferenz aus

Der Greiferspezialist Schunk richtet vom 28.Februar bis 1.März an ihrem Hauptsitz in der Nähe von Heilbronn die Schunk Expert Days aus. Das Programm weist einige hochkarätige Redner/innen auf: Prof. Sami Haddadin (Franka Emika), Melonee Wise (Fetch Robotics) oder Dr. Walter Wohlkinger (Blue Danube Robotics). Dazu werden Mitarbeiter von BMW oder DHL ihre Erfahrungen mit Cobots schildern. Weitere Vorträge kommen bspw. von Mitarbeitern des Fraunhofer Instituts, der Robert Bosch Start-Up GmbH und Kuka. 

 

WSJ zeigt überspitzte Dokumentation über Asiens Robotikmarkt

Das Wall Street Journal hat vor zwei Wochen eine Dokumentation über den asiatischen Robotikmarkt, insbesondere China, veröffentlicht. Die interessanten Fakten sind; dass Yaskawa selbst schon ihren Cobot in der eigenen Produktion einsetzt und wie das chinesische Unternehmen Rapoo teilweise 80 Prozent ihrer Produktion automatisiert hat.

Die anderen gezeigten Fakten sollten aber nicht ernst genommen werden, da die Recherche für den Beitrag scheinbar nicht sehr tiefgreifend war. Einige Schlussfolgerungen, wie bspw. die Korrelation der chinesischen Demografie und den vergangenen Wachstumsraten des Robotikmarktes erscheint mir sehr weit hergeholt. Der Beitrag wird vor allem die Aktienkurse der Hersteller positiv beeinflussen. Robotikunternehmen haben sich innerhalb der letzten zehn Jahre von Nischenaktien zu Börsenlieblingen entwickelt.   

 

Einigen Stammlesern ist in den letzten Wochen meine Abwesenheit aufgefallen. Dies war der Tatsache geschuldet, dass ich meine Masterarbeit abgeschlossen habe und eine letzte Klausur absolviert habe.   
Neuigkeiten bei Cobots in KW 3/2018

Neuigkeiten bei Cobots in KW 3/2018

Ocado nutzt Serviceroboter des Karlsruher Instituts für Technologie, Rethink Robotics verstärkt sein Team in Europa, Yaskawa eröffnet Erweiterungsbau in Allershausen, Fanuc stellt IIoT-Plattform FIELD vor und Roboterhersteller Wittmann erzielt Absatzrekord.

 

KIT-Roboter unterstützt Lagermitarbeiter von Ocado

Der britische Online-Lebensmittelhändler Ocado setzt in einem seiner Lagerhäuser nun einen von der EU-geförderten Roboter, den ARMAR-6, ein. Der Serviceroboter wurde durch das Karlsruher Institut für Technologie, dem École Polytechnique Fédérale de Lausanne, der Universität La Sapienza in Rom und dem University College London entwickelt. Der Roboter kann per Sprache gesteuert werden und teilweise antizipieren, was ein Mensch machen wird. Wired bezeichnet den ARMAR-6 als Cobot, wobei ich aufgrund der geschilderten Tätigkeiten und dem Aufbau sagen würde, dass es ein Serviceroboter ist.

 

Rethink Robotics verstärkt das Team in Europa

Der amerikanische Cobot-Hersteller hat in 2017 seinen Absatz verdoppelt und stellt aufgrund des Wachstum neue Mitarbeiter ein. Vor allem der Vertrieb wird durch die Neueinstellungen erweitert und Rethink wird sich in Europa – neben Universal Robots – als führendes Unternehmen  im Bereich Cobots etablieren.

 

Ilse Aigner eröffnet Erweiterungsbau von Yaskawa

Zur feierlichen Eröffnung des 5000 qm großen Erweiterungsbau von Yaskawa am Standort Allershausen kamen neben der stellvertretenden bayerischen Ministerpräsidentin auch der Generalkonsul von Japan sowie hochrangige Führungskräfte von Yaskawa Europe. Manfred Stern, Corporate VP von Yaskawa, erwartet ein großes Marktwachstum für die EMEA-Regionen.

 

Fanuc wird ein IIoT-System auf der Automatica vorstellen

Das sogenannte FIELD-System ist eine Erweiterung des schon 2016 vorgestellten Zero-Down-Time-Systems. Das System basiert auf Echtzeit-Datenströmen und versucht durch Algorithmen mögliche Fehler vorherzusagen, um letztlich die Produktion und damit Kosten zu optimieren. Im Gegensatz zu ZDT versucht FIELD alle Geräte und Maschinen einer Produktionsstätte miteinander zu verknüpfen und ermöglicht externen Herstellern weitere Applikationen dafür zu entwickeln. Weitere Informationen wird Fanuc auf der diesjährigen Automatica bekannt geben.

Derzeit verläuft der Einsatz solcher Systeme aber noch schleppend, wie Bearing Point in einer Studie über Predictive Maintenance zeigt. Nur ein Viertel der Befragten gab an ein Projekt schon umgesetzt zu haben. Vor allem der hohe Implementierungsaufwand und Bedenken bei der IT-Sicherheit wurden als Gründe der Zurückhaltung genannt.

 

Wittmann verkauft über 5000 Roboter

Der österreichische Hersteller aus Wien bietet spezielle Roboter für die Kunststofffertigung an und vermeldete einen Absatzrekord für das Jahr 2017. Insgesamt hat Wittmann schon weltweit über 5000 Roboter verkauft. Die Österreicher sind nicht die ersten, welche 2017 als ein Rekordjahr bezeichnen. Fanuc und Kuka haben letztes Jahr ebenso ihre Produktionskapazitäten erreicht und die Auftragsbücher sind sehr gut gefüllt.

Neuigkeiten bei Cobots in KW 46

Neuigkeiten bei Cobots in KW 46

Universal Robots und Marktforscher geben Studie über Cobot-Markt raus, Vox zeigt die divergierenden Meinungen über Arbeitsmarktveränderungen durch Roboter auf, Boston Dynamics zeigt neuen Roboter, Markt&Technik hinterfragt die Normierung von MRK, Wirtschaftsministerium sponsert amerikanischen Markteinstieg von Franka Emika und Rethink Robotics veröffentlicht Softwareupdate von Intera.

 

Über 10.000 Cobots in 2016 verkauft

Laut einer Studie der Shenzhen Gaogong Industry Research Consulting im Auftrag von Universal Robots wurden letztes Jahr 10.500 Cobots verkauft. Ich habe vor Kurzem selbst eine Marktanalyse aufgestellt und halte die Zahlen der Studie für realistisch. In meiner Analyse kam ich auf 7.530 verkaufte Einheiten, wobei ich weder Zahlen von ABB noch von Fanuc hatte. Die Differenz von 3.000 Einheiten erscheint mir aufgrund meiner Informationslücken plausibel.

 

Ökonomen streiten über den Einfluss von Roboter auf den Arbeitsmarkt

Es ist in vielen Medien die eine Frage: Vernichten Roboter unsere Jobs? Es gibt unterschiedliche Meinungen und Veröffentlichungen dazu. Die einen sagen Ja, die anderen sagen Nein. Ich hatte mich vor einem Jahr auch einmal dazu geäußert. Das Internetportal Vox hat in einem Video die zwei unterschiedlichen Seiten beleuchtet und zeigt, dass diese Diskussion schon mehrmals innerhalb der letzten Hundert Jahre geführte wurde. Für viele werden die Informationen nicht neu sein, aber trotzdem sehr interessant aufbereitet.

 

Boston Dynamics zeigt neuen Roboter

Das Tochterunternehmen von Softbank hat ein Video hochgeladen, in dem der neue Roboter SpotMini gezeigt wird. Die Quadrupedie ist sehr ausgeprägt und im Video sieht man, dass der Roboter auch hohe Geschwindigkeiten erreichen könnte. Die Bewegungen erinnern schon sehr an ein Tier. Schon im letzten Jahr hat Boston Dynamics (damals noch eine Tochter von Google) den SpotMini vorgestellt. Das neue Video zeigt aber eine in Serienproduktion herstellbare Version.

 

Experte sieht TS 15066 von Unternehmen nicht genügend Bedeutung beigemessen

Andreas Schunkert, Abteilungsleiter für technischen Support bei Universal Robots, spricht mit der Zeitschrift ‘Markt&Technik’ über die Normierung von MRK. Seiner Ansicht nach, ist die ISO/TS 15066 ein guter Ansatz, wird aber in Deutschland viel zu oft geringgeschätzt. Es ist interessant das Universal Robots dieses Problem selbst anspricht, immerhin sind die Dänen einer der größten Profiteure dieser Geringschätzung. Ein signifikante Anzahl von Applikationen würde bei einer strengen Auslegung der TS 15066, als auch der anderen Normen und EG-Maschinenrichtlinie 42/2006, nicht in Betrieb gehen. Demzufolge würde Universal Robots weniger Cobots verkaufen. Da UR die Konformitätsbewertung und Risikobeurteilung vollkommen ihren externen Partnern überlässt, hat dieses Finger-zeigen eine faden Geschmack.

 

Wirtschaftsministerium sponsert Franka Emika’s Markteintritt

Das Münchener Startup prescht in den letzten paar Monaten mit einer sehr hohen Geschwindigkeit nach vorne. Einen Kampfpreis für ihren Cobot, eine Nominierung für den Zukunftspreis und nun wird Franka Emika im Rahmen der Initiative ‘German Accelerator Tech’ beim Einstieg in den amerikanischen Markt unterstützt. Insgesamt werden 22 Startups an den Standorten Silicon Valley und New York von dem Programm profitieren. Den Münchnern werden mindestens für drei Monate (maximal neun Monate) bei ihren Aktivitäten im Silicon Valley unter die Arme gegriffen. Für die Startups sind alle Leistungen kostenlos und die Initiative wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie bezahlt. Viele Robotikhersteller haben ihre Ländervertretungen für US-Markt im Mittlerer Westen angesiedelt, deshalb ist es wahrscheinlich, dass die Zeit im Silicon Valley zum Aufbau von Partnerschaften genutzt wird. Den Vertrieb von Redwood City aus zu beginnen, wäre strategisch nicht sinnvoll. Man muss Sami Haddadin aber schon applaudieren, da er zeigt, wie man mit wenigen Ressourcen den Markt von hinten aufrollen kann.

 

Rethink Robotics veröffentlicht Softwareupdate für Intera

Das Update auf Version 5.2 bringt eigentlich zwei wichtige Neuerungen. Zum einen können wichtige Kennzahlen direkt am Sawyer abgelesen werden (bspw. die Zyklusdauer), zum anderen ermöglicht die Software nun, dass externe Bildverarbeitungssysteme an den Sawyer angeschlossen werden können. Der Sawyer besitzt ein Bildverarbeitungssystem bzw. Bildverarbeitungssensor des Unternehmens Cognex: den Checker Vision Sensor. Des Weiteren besitzt er eine Kopfkamera. Welche Idee genau dahinter steckt, wird man wohl erst in einiger Zeit bei neuen Applikationen sehen können.

Neuigkeiten bei Cobots in KW 40

Neuigkeiten bei Cobots in KW 40

Inteview mit dem CEO von iRobot, Rethink Robotics bringt „Cobot-StarterKit“ auf den Markt, ABB fädelt Kooperation mit TU Dresden ein und EU-Kommission zeigt Stand der Technik bei mobilen Robotern.

 

Interview mit Colin Angle, CEO von iRobot

Das Manager-Magazin hat ein Interview mit dem CEO von iRobot geführt. Colin Angle hat iRobot zusammen mit Rodney Brooks und Hellen Greiner in den 90er Jahren gegründet. Rodney Brooks ist später weitergezogen und hat Rethink Robotics aus der Taufe gehoben. Das Interview bietet zwar nicht viel Neues, ist aber eine nette Sonntagslektüre.

 

Rethink Robotics vermarktet Cobots nun in „StarterKit“

Rethink Robotics bietet seinen Sawyer in einem Starterpaket an. Dies Bündel, bestehend aus zwei Sawyer, zwei Greifer-Sets und zwei beweglichen Sockeln, richtet sich vor allem an kleine und mittlere Unternehmen. Das Vorgängermodell Baxter scheint damit Geschichte zu sein. Inwieweit dieses Starterpaket Rethink Robotics bzw. Hahn Robotics weitere Marktanteile im deutschsprachigen Raum ermöglicht, ist fraglich. Ich gehe davon aus, dass sie dieses Paket zwar unter der Summe der Einzelpreise anbieten werden, aber warum ein KMU anstatt einem Cobot sofort zwei nutzen sollte, bleibt mir schleierhaft. Die Hemmschwelle für die Investition in kollaborierende Roboter ist jetzt noch sehr hoch.

Neben diesem Starterpaket ist der Sawyer nun auch vom TÜV Rheinland nach der gängigen ISO-Norm zertifiziert.

 

ABB beginnt Kooperation im Bereich Automatisierung

Der Schweizer Konzern hat eine neue Kooperation mit der TU Dresden angekündigt. Die Schwerpunkte der Forschungskooperation liegen im Bereich der modularen Automation, Digitalisierung in der Automation und Datenanalyse.

 

Europäische Kommission zeigt mobile Roboter

Die EU-Kommission hat mehrere Berichte und Case Studies über neue „Business Innovations“ herausgebracht. In diesen Berichten sticht ein Abschnitt über Cobots heraus. In einem Video zu der Thematik werden die Hersteller MiR Robots und Robotnik vorgestellt. Es handelt sich eher um mobile Roboter als um Cobots. Natürlich lässt sich wieder über die Definition streiten. Einerseits sind die mobilen Roboter auf ein Zusammenwirken mit dem Menschen angelegt, andererseits unterscheiden sie sich nicht von fahrerlosen Transportsystemen, welche seit Jahrzehnten in der Produktion genutzt werden.  Die gezeigten Bilder von MiR erscheinen mir auch eher wie ein von der EU finanziertes Werbevideo. Interessant finde ich, dass Robotnik schon ihre Roboter in einem Krankenhaus zur Logistik nutzt.